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Gesundheitswesen/Wellness

Ist das Zahnfleisch gesund, freut sich der Mensch

Die 7 Geheimnisse eines strahlenden Lächelns

Hiermit bringt ZA Sacha Karmoll auf den Punkt, was bereits viele wissenschaftliche Studien beweisen: Es gibt Zusammenhänge zw. Zahnfleischstörungen einerseits und Gesundheitsstörungen andererseits.

Bei gesundem Zahnfleisch ist das Risiko, an Diabetes, der Zuckerkrankheit, zu erkranken, deutlich geringer. Das Gleiche gilt für Erkrankungen des Gefäßsystems: Typische Erkrankungen, welche auf einen Verschluss der Blutgefäße zurückzuführen sind, wie z.B. Schlaganfälle (Hirninfarkte), Herzinfarkte, Arteriosklerosen (Arterienverkalkungen) usw. werden durch die typische bakterielle Plaque eines entzündeten Zahnfleisches massiv begünstigt.

Die Therapie und anschließende Gesunderhaltung des Parodonts (des Zahnhalteapparates) ist somit als ganzheitliche Therapie anzusehen. Dieser Aspekt ist für Zahnärzte mit dem Tätigkeitsschwerpunkt Parodontologie genauso wichtig wie die Erhaltung des Gebisses.

Zu einem gesunden Gebiss gehören einerseits gesunde, also karies- und möglichst auch füllungsfreie Zähne, und andererseits ein gesunder Zahnhalteapparat. Hierzu zählen das Zahnfleisch, die Zahnwurzelhaut, der Kieferknochen, spezielle Haltefasern im Zahnwurzelfach des Kieferknochens (der sogenannten Alveole) und die versorgenden Blutgefäße.

Entzündungen des Zahnfleisches, die sogenannte Gingivitis, oder des gesamten Zahnhalteapparates, die sogenannte Parodontitis, können das Gebiss bis hin zum Zahnverlust schädigen. Damit das nicht passiert, setzt der Zahnarzt rechtzeitig mit einer Therapie ein, um den Prozess zu stoppen und die Gebissgesundheit auf diese Art dauerhaft zu bewahren.

Das auffälligste Symptom einer Gingivitis ist Zahnfleischbluten oder der Patient reagiert etwas empfindlich auf die Berührung des Zahnfleisches. Ein weiteres Symptom für eine Entzündung der Gingiva kann auch eine Schwellung sein. Eine dritte Möglichkeit eines Symptoms: Verfärbtes Zahnfleisch. Dieses ist allerdings ein Anzeichen für eine chronische Gingivits, ausgelöst in der Regel durch Metalllegierungen, welche für Kronen verwendet werden, die zwar mit zahnfarbener Keramik überzogen werden, jedoch ein metallisches Gerüst haben.

Parodontitis hingegen ist eine Entzündung des Zahnhalteapparates. Dazu gehört unter anderem das Zahnfleisch; der Kieferknochen; verschiedenartige Fasern, an welchen der Zahn im Knochenfach aufgehängt ist; die Zahnwurzelhaut; die Knochenhaut und versorgende Blutgefäße sowie Nervenfasern.

Die Bandbreite des Parodontitis-Therapiekonzepts - oder vereinfacht und etwas unkorrekt ausgedrückt die Variante einer Parodontose-Behandlung - hängt natürlich vom Schweregrad der Zahnfleischschädigung ab:

- Prophylaxe: Eine regelmäßig durchgeführte Professionelle Zahnreinigung, kurz PZR, ist sozusagen eine "kleine" Zahnfleischbehandlung", zudem sehr angenehm und schmerzfrei. Sie ist quasi eine "Wellnessbehandlung" fürs Zahnfleisch und minimiert ganz nebenbei auch noch das Risiko für Karies. Sie wird eingesetzt, um Zahnfleischbluten und milde Ausprägungen der Zahnfleischentzündung zu behandeln. Ziel ist es, die bakteriellen Zahnbeläge oberhalb (supragingival) und auch bereits etwas unterhalb des Zahnfleischsaumes (subgingival) zu entfernen, um Entzündungsreize auf das Zahnfleisch zu minimieren.
Zahnbeläge sind die Nahrung, von der sich Bakterien auf der Zahnoberfläche ernähren. Dabei scheiden diese Bakterien Säuren aus, welche den Zahnschmelz angreifen. Dauern diese Säureangriffe zu lange an, entstehen Löcher im Zahn. Ärgerlicherweise entsteht oft diese Karies zwischen den Zähnen, also in Bereichen, in denen die Zahnbürste gar nicht ankommen kann.

- Kürettage: Entfernung sämtlicher weicher und harter Zahnbeläge, auch unter dem Zahnfleischsaum. Sie wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt und ist daher ebenfalls schmerzfrei.
Küretten sind speziell geformte Reinigungsinstrumente, mit denen Zahnfleischtaschen bis knapp unter fünf Millimetern effizient "aufgeräumt" werde. Das heißt: Entfernung weicher und insbesondere auch harter Zahnbeläge, der sogenannten "Konkremente", welche allesamt unterhalb des Zahnfleischsaumes liegen - dort , wo die Zahnbürste als auch die Professionelle Zahnreinigung nicht mehr ausreichend hinkommen können.

- PerioChips: Die Alternative zum Skalpell und Antibiotikum. Wirken dort, wo die tiefen Taschen ansonsten nicht mehr ohne Operation erreicht werden können.
PerioChips sind hauchdünne wappenförmige Chips mit dem Wirkstoff "Chlorhexidin Bis D-Gluconat". Dabei handelt es sich um den gleichen Wirkstoff, der in handelsüblichen Mundspüllösungen vorkommt. Der Unterschied ist die Länge der Wirkungszeit: Mundspülungen werden sofort wieder ausgespuckt und sind damit in der Tiefe der Zahnfleischtaschen eher rudimentär wirksam. Der PerioChip liegt ungefähr sieben bis zehn Tage in der Tasche und gibt währenddessen sukzessive seinen Wirkstoff ab.

- Proteineinbringung und Knochenersatzmaterial: Für die schwierigen Fälle.

Ein wichtiger Hinweis zum Abschluss: Sollten Anzeichen einer Parodontitis festgestellt werden, darf der Patient sich nicht mit Bemerkungen abspeisen lassen, dass das normal sei oder man da nichts machen könne. Spätestens nach Lektüre dieses Artikels wissen Sie es nun besser!

Sollten Krankheiten wie Rheuma, Diabetes oder eine andere Stoffwechselerkrankung sowie ein geschwächtes Immunsystem auftreten, ist es für den Patienten sogar noch viel wichtiger, das Parodont"auf Vordermann" zu halten, denn: Diese Krankheiten beeinflussen sich gegenseitig ungünstig!