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Gynäkomastie – ein männliches Tabuthema

Die männliche Brust – darunter stellt man sich eine kräftige, gut ausgebildete Brustmuskulatur vor. Mancher Mann hat allerdings unter dem Gegenteil zu leiden, die männliche Brustvergrößerung.

Mit der Brust und ihrem Aussehen haben nicht nur Frauen ein Problem, sondern es gibt auch viele Männer, bei denen sich Probleme zeigen. Eines dieser Probleme ist die Gynäkomastie, worunter man eine Vergrößerung der männlichen Brust versteht.

Die vermehrte Bildung von Fett- und Drüsengewebe sorgt für diese Auswüchse, die eine starke Vergrößerung der männlichen Brust hervorruft. Dabei unterscheidet man zwischen zwei Krankheitsbildern, die zum einen die echte Brustvergrößerung beim Mann beschreibt und zum anderen die falsche Gynäkomastie. Die falsche Vergrößerung wird hervorgerufen durch Übergewicht, weil sich Fetteinlagerungen in der männlichen Brust bilden und so eine Vergrößerung der Brust vortäuschen. Wogegen aber das Krankheitsbild der echten Gynäkomastie auf eine hormonelle Erkrankung zurückzuführen ist.

Die betroffenen Männer empfinden diese Erkrankung als sehr unangenehm und vor allem peinlich. Aus diesem Grund ziehen viele der Patienten eine Operation in Erwägung. Bei dieser Operation wird das Drüsen- und Fettgewebe entfernt, wodurch das Ergebnis einer flacheren und festeren maskulinen Brust erzeugt wird. In der Regel sind bis zu 40 % der Männer von dieser Erkrankung betroffen und die Ursachen für dieses eher untypische Krankheitsbild sind in den meisten Fällen nicht eindeutig zu klären.

Es können unterschiedliche Erkrankungen und Ursachen für die Veränderung vorliegen. Zum einen ist eine veränderte Funktion der Leber verantwortlich, aber auch die Einnahme östrogenhaltigen Medikamenten wie Anabolika können eine der Ursachen für eine Gynäkomastie sein.

Auch Alkohol- und Drogenkonsum sind ein Grund dafür, dass sich eine maskuline Brust sehr feminin verändert. Ebenso ist ein erhöhter Anteil an weiblichen Hormonen (Östrogene) verantwortlich für das unangenehme Wachstum der männlichen Brust. Dieser Östrogenüberschuss im männlichen Körper kann der Auslöser sein und verhindert die Produktion der männlichen Hormone (Testosteron).

Wenn diese Erkrankung erfolgreich beseitigt werden soll, ist ein Beratungsgespräch, das mit einem Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie geführt wird, unabwendbar. In dieses Gespräch werden die unterschiedlichen Auslöser, die in Betracht kommen, können mit einbezogen und intensiv besprochen. Die Maßnahmen, welche zur Behandlung der Gynäkomastie angewendet werden, sind von der Diagnose des Arztes abhängig. Ist das Ergebnis auf eine Vergrößerung des Brustdrüsengewebes zurückzuführen, ist diese durch eine Operation zu verbessern. Durch diese Behandlung wird überschüssiges Gewebe der Drüsen entfernt und durch eine Fettabsaugung wird die Brust modelliert.

Nach dem Eingriff können Schwellungen, Hämatome (blaue Flecken) und auch Taubheitsgefühle auftreten. Nach ungefähr 2-3 Wochen klingen diese Nebenwirkungen aber wieder ab. Unterstützend für die Wundheilung nach der Operation wird ein Kompressionshemd eingesetzt, welches für 3-4 Wochen getragen werden muss. Die meisten Männer sind von diesem Eingriff und dem Ergebnis begeistert, da somit die Ursachen für die feminine Brust beseitigt werden, um die Brust wieder flach und maskulin erscheint. Trotz des Krankheitsbildes zählt die Operation der Gynäkomastie zu den Schönheitsoperationen für den Mann und wird nicht von der Krankenkasse getragen.