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Gesundheitswesen/Wellness

Berauscht am Arbeitsplatz - jährlich 300 Milliarden volkswirtschaftlicher Schaden

Alkohol macht auch vor dem Betriebstor nicht Halt. Je nach Statistik ist jeder achte bis zwanzigste Arbeitnehmer alkoholabhängig. Jeder Vierte ist gefährdet.

Laut einer aktuellen Studie der Krankenkasse DAK ist der Rausch am Arbeitsplatz längst im betrieblichen Alltag angekommen. Etwa vier Millionen Arbeitnehmer in Deutschland trinken Alkohol im riskanten Bereich. Dazu kommen noch etwa 1,4 Millionen Arbeitnehmer, die verschreibungspflichtige Pillen wie Psychopharmaka oder andere leistungssteigernde Mittel schlucken, um den Anforderungen am Arbeitsplatz standzuhalten. 800.000 davon "dopen" regelmäßig.

Folgen für Mitarbeiter, Folgen für Unternehmen
Alkohol und Medikamentenmissbrauch führt zu schwerwiegenden Folgen für die Betroffenen im privaten, sozialen und besonders gesundheitlichen Bereich. Darüberhinaus entsteht jährlich allein durch Alkohol ein volkswirtschaftlicher Schaden in Höhe von geschätzt 300 Milliarden Euro. Suchterkrankte Mitarbeiter haben höhere Ausfallzeiten, sind weniger leistungsfähig und eine Gefahr für die Arbeitssicherheit. Zwischen 15-30 % aller Arbeitsunfälle passieren durch Alkoholeinfluss. Alkoholisierte Mitarbeiter gefährden sich selbst, ihre Kollegen und können im schlimmsten Fall eine Produktion stilllegen. Schon 0,2 Promille reichen aus, um Reaktionsfähigkeit, Konzentration und Risikobereitschaft zu beeinflussen.

Auch die Selbstmedikation ist nicht risikofrei, insbesondere im Straßenverkehr oder beim Bedienen von Maschinen kann schon ein Hustenmittel das Gefährdungspotenzial deutlich erhöhen. Vermeintlich harmlose Medikamente können Wirkstoffe enthalten, die müde machen, die Konzentrationsfähigkeit und das Reaktionsvermögen herabsetzen oder die Blendempfindlichkeit erhöhen. Dazu treten häufig Wechselwirkungen mit andern
Medikamenten oder Alkohol auf.

Elektrische Signale - ein Ausweg aus dem Dilemma
Es ist inzwischen medizinisch bewiesen, dass das Gehirn alleine nicht in der Lage ist, neue Verhaltensmuster zu erlernen, wenn der Botenstoff Dopamin fehlt. Nach jahrelangem Alkohol- oder Medikamentenmissbrauch ist die gesunde Biochemie im Gehirn im Ungleichgewicht. Das Botenstoffsystem ist so stark beschädigt, dass der Dopaminspiegel gegen Null geht. Der Betroffene greift zum Alkohol und zu anderen Drogen als Ersatzbefriedigung.

Den notwendigen Entzug scheuen allerdings viele Arbeitnehmer, da die klassischen Entzugsverfahren mehrere Wochen und Monate dauern. Die NESCURE Privatklinik am See bietet eine Methode, bei der der Entzugsprozess auf 3 Wochen reduziert wird. Das Geheimnis dahinter ist das Verfahren der Neuro-elektrischen Stimulation (NES.).

NES ist eine Art Elektroakupunktur. Anstatt Nadeln trägt der Betroffene ein kleines Stimulationsgerät, das mit Elektroden hinter dem Ohr verbunden ist. Die Frequenzstimulation regt das limbische System an. Botenstoffe wie Dopamin (treibt an), Serotonin (vertreibt die Schmerzen), Melatonin (hilft beim Schlafen) und Endorphin (hebt die Stimmung) werden wieder selbst zu produzieren. Das System kann sich regenerieren.

Die Ausschüttung der Endorphine schwächt typische Entzugserscheinungen wie Schwitzen, Durchfall und Zittern stark ab. Auf begleitende Medikamente kann oft komplett verzichtet werden. Bereits nach zwei, drei Tagen berichten die meisten Betroffenen vom Gefühl, die Entgiftung überstanden zu haben, die andernorts bis zu 14 Tage dauert. Bereits in dieser Entgiftungsphase beginnen Gruppen- und Einzelsitzungen, in denen alte Verhaltensmuster analysiert, neu bewertet und verändert werden.

Die Therapie geht auf die schottische Ärztin Dr. Margret Patterson zurück, die sich bereits in den 70er-Jahren mit dieser Methode beschäftigte und erfolgreich Prominente wie Keith Richards, Pete Townshend und Eric Clapton heilte.