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Neues Leben eingehaucht

Unter dem Titel "Forscherhaus" sind auf dem Firmengelände von Brüninghoff in Heiden unlängst neue Räumlichkeiten entstanden.

Brüninghoff errichtet Forscherhaus aus Mockup

Unter dem Titel "Forscherhaus" sind auf dem Firmengelände von Brüninghoff in Heiden unlängst neue Räumlichkeiten für Veranstaltungen, Seminare und Schulungen entstanden. Auch das Programm für Kinder der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Sommerferien wird zukünftig hier stattfinden. Diese sogenannten "Forscherferien" geben dem Gebäude seinen Namen. Eine Besonderheit des Baus: Er basiert auf einem Mockup, welches der Projektbauspezialist für das Bauvorhaben Wildspitze in Hamburg, zukünftig das höchste Holzgebäude Deutschlands, angefertigt hatte.

In der Bauwirtschaft können Mockups eingesetzt werden, um sich bereits während der Planung, eine reale Vorstellung von Gebäudeteilen oder Räumen sowie ihren Eigenschaften machen zu können. Auch für die Wildspitze in Hamburg, ein 18-geschossiges Holz-Hochhaus, realisierte Brüninghoff ein solches Mockup. Es diente der Messung von Schallschutzwerten im Kontext der Holzkonstruktion. Denn die Anforderungen sind aufgrund der Lage des Projektes - nahe der Elbbrücken und der Bahnlinie - besonders hoch. Nach den Messungen fand das Mockup nun eine neue Verwendung und wurde bei der Konstruktion eines anderen Gebäudes eingesetzt.

Mockup 2.0
Das knapp 40 Quadratmeter große Mockup ist Teil des neuen Forscherhauses. Bei der Planung wurde bewusst mit dem bestehenden Element gearbeitet und es soweit wie möglich als Ganzes belassen. Wo dies nicht möglich war, wurden Teile an andere Stelle im Gebäude eingesetzt. Entstanden ist eine zweigeschossige Konstruktion aus Holzrahmenbau und Holzmassivbau. Im Erdgeschoss befinden sich Besprechungsräume sowie die sanitären Anlagen. Zudem bildet der Forscherraum mit knapp 110 Quadratmetern das Herzstück des Gebäudes. Über eine Veranda mit Rampen für den barrierefreien Zugang wird das Gebäude erschlossen. Eine außenliegende Treppe führt zum Obergeschoss. Dieser Teil des Gebäudes besteht fast ausschließlich aus dem vorgefertigten Mockup und wird zukünftig als Konferenzraum genutzt. Besonders am neuen Gebäude ist nicht nur die Verbindung von Mockup und Neubau. Auch das Belassen der verwendeten Baumaterialien in ihrem Rohzustand entspricht einer ressourceneffizienten Realisierung. So ist die Oberfläche des Holzes unbehandelt, Decken sind unverputzt, Elektroleitungen Aufputz verlegt. Somit kann das Gebäude problemlos zurückgebaut und für einen anderen Einsatzzweck wieder aufgebaut werden.

Das Forscherhaus zeigt, wie ein nachhaltiger Umgang mit bereits verbauten Materialien in der Praxis aussehen kann. Es präsentiert nicht nur einen ressourcenschonenden Ansatz, sondern zeichnet sich zugleich durch den bewusst sichtbaren Einsatz der verwendeten Materialien aus.

 

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