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Hoher Wärmeschutz mit schlankem Mauerwerk

Sonnenhaussiedlung in Olching: "W08-Coriso"-Mauerziegel von Leipfinger-Bader sind Teil eines zukunftsträchtigen Energiekonzeptes.

Sonnenhaus-Anlage im oberbayerischen Olching

Ruhe und Entspannung: Das eigene Wohnumfeld im Schoße der Natur genießen – so sieht der Wunsch vieler Menschen aus. In einer Mehrfamilien-Wohnanlage in Olching, nordwestlich von München, wurden solche Vorstellungen jetzt durch einen naturnahen Standort und eine attraktive Architektur besonders gelungen umgesetzt. Im Zentrum der bautechnischen Ausführungen stand ein umweltgerechtes Sonnenhaus-Energiekonzept: Einen wesentlichen Beitrag zum KfW-Energieeffizienzhausstandard 55 leistet die schlanke monolithische Gebäudehülle, die hohen baulichen Wärmeschutz garantiert. Der gefüllte Mauerziegel "Unipor W08 Coriso" von Leipfinger-Bader verknüpft dabei einen extrem geringen Wärmeleitwert (λ=0,08 W/mK) mit einer guten Druckfestigkeit.

Dort leben, wo es am Schönsten ist: Etwa auf halbem Wege zwischen Fürstenfeldbruck und Dachau erstreckt sich zu beiden Seiten der Amper das Gebiet der Gemeinde Olching. 1978 entstand diese Verwaltungseinheit aus den bis dahin selbständigen drei Gemeinden Olching, Esting und Geiselbullach. Mittlerweile leben dort mehr als 25.000 Menschen, weshalb Olching seit 2011 nicht mehr als "Gemeinde" sondern als "Stadt" gilt. Besonders attraktiv ist dabei die Lage der neuen Mehrfamilien-Wohnanlage am Schwaigfeld: Das Zentrum dieses Wohngebietes bildet ein großflächiger Park mit abwechslungsreichen Spiel- und Erholungsflächen. Highlight des Standortes sind ein kleiner See und kurze Wege in die umliegende Natur.

Moderne offene Architektur

Ähnlich attraktiv wie das Wohnumfeld fällt auch die Architektur des im Juni 2013 fertig gestellten Bauwerkes aus. Mit dem Gebäudeentwurf und der Planung der energetischen Konzeption hatte die Sonnenpark Olching GmbH & Co. KG das Architekturbüro Plan & Vision GmbH (Neunkirchen a. Brand) beauftragt. Das Team um Geschäftsführer und Architekt Frank Brütting war bereits mit dem umweltgerechten Sonnenhaus-Konzept vertraut und sah einen L-förmigen Baukörper mit drei Geschossen und Untergeschoss mit Tiefgarage vor. Flachdächer über den ausgebauten Dachgeschossbereichen unterstreichen durch Kompaktheit die moderne Architektur. Dank der Gliederung des Gebäudes in fünf sogenannte Häuser mit separatem Eingang bekommt der Baukörper ein prägendes Element. Gebäudeversätze zwischen den ersten beiden Häusern sowie zwischen Haus 3 und Haus 4 sorgen für eine optische Auflockerung des Erscheinungsbildes. Ansonsten spiegelt sich die geplante Kompaktheit auch in der geschlossenen Gebäudefront. Haus 5 befindet sich im abknickenden Gebäudeteil und erhält über Haus 4 Verbindung zum restlichen Gebäudekomplex.

Die als Eigentumswohnungen geplanten 42 Wohneinheiten haben sehr unterschiedliche Größen. So reicht die Bandbreite der Wohnflächen von 57 bis 193 Quadratmeter. Sie decken damit die Wohnbedürfnisse von Singles oder Paaren ebenso ab, wie die von Familien mit Kindern. Während die Erdgeschosswohnungen einen großzügig dimensionierten Garten aufweisen, verfügen die großen Wohneinheiten im 2. Obergeschoss über ein Studio im Dachgeschoss mit vorgelagerter Dachterrasse. Den Begriff Sonnenhaus trägt das Gebäude nicht nur wegen der intensiven Nutzung von Solarenergie zu Recht. Bodentiefe Fenster und die betont offene Bauweise tragen dazu bei, dass die Sonne praktisch jede Raumecke mit Tageslicht erhellen kann.

Schlanker baulicher Wärmeschutz

Der hohe Anspruch des Bauherrn an Wohnkomfort und Energieeffizienz setzte eine hochwertige, massive Bauweise voraus. Außerdem waren neben ökologischen Vorgaben auch wirtschaftliche Aspekte zu berücksichtigen: Energiekosten sollten möglich niedrig und die verwendeten Baustoffe förderfähig sein. Der für ein Sonnenhaus geforderte und von der KfW-Bank finanziell geförderte Energieeffizienzhausstandard KfW 55 sollte unter anderem mit einer nutzflächenoptimierten und gleichermaßen wärmedämmenden wie wärmespeichernden monolithischen Außenwand realisiert werden.

In enger Abstimmung mit dem Bauherrn entschied man sich für den "Unipor W08 Coriso"-Mauerziegel von den Ziegelwerken Leipfinger-Bader. "Der hochwärmedämmende Ziegel ist angesichts der vielfältigen Anforderungen aus unserer Sicht die optimale Lösung. Er bietet mit schlanker Wanddicke – neben hohem baulichen Wärmeschutz und hoher Wärmespeicherung – auch eine ausreichende Tragfähigkeit", erklärt Planer Gordan Tomekovic. Der von der Unipor-Gruppe entwickelte, innovative Mauerziegel gewährleistet dank seiner natürlich mineralischen Coriso-Dämmstoff-Füllung schon bei einer Wanddicke von nur 30 Zentimetern plus beidseitigem Putz einen geringen Wärmedurchgangskoeffizienten von 0,25 W/m²K. Ein Wärmedämmwert, der in Verbindung mit der Druckfestigkeitsklasse 6 und einem homogenen Mauerwerkverbund die bauphysikalischen Anforderungen an die Außenwände geradezu maßgeschneidert erfüllte.

Besonders homogenes Mauerwerk

Die Vermauerung des plangeschliffenen "W08 Coriso"-Ziegels (247/300/249mm) erfolgte entsprechend der bauaufsichtlichen Zulassung Z-17.1-935 und der DIN 1053 in Dünnbettmörtel mit deckelnder Lagerfuge. Um den Rohbau möglichst zügig fertigzustellen, wurde dabei das "Mauertec-System" von Unipor als Verarbeitungshilfe genutzt. Die Maurer von der GBG Baugesellschaft (Eggloffstein) konnten durch den Mörtelschlitten Unimaxx und den auf Unipor-Planziegel abgestimmten Dünnbettmörtel maxit mur 900 D gleich in zweifacher Hinsicht zu einer wirtschaftlichen Mauerwerkserstellung beitragen: Einerseits wurde aufgrund der Verlegung des Mauerziegels in einem nur drei Millimeter dicken Mörtelbett rund 85 Prozent Material eingespart. Andererseits benötigten die Maurer auf diesem Wege bis zu 30 Prozent weniger Arbeitszeit.

"Es entstand in verhältnismäßig kurzer Rohbauzeit ein sehr homogenes, vom TÜV Süd geprüftes Qualitäts-Außenmauerwerk, das aufgrund des geringen Fugenanteils und Schwindverhaltens zudem der Putzrissgefahr vorbeugt", erläutert Tomekovic. Bei erforderlichen Zuschnittarbeiten konnten die Verarbeiter keinen Unterschied zu anderen Ziegelprodukten feststellen. Weil die integrierte Coriso-Dämmstoff-Füllung während der Herstellung besonders fest in die Ziegelkammern eingebracht wird, ließ sich der Coriso-Ziegel neben dem problemlosen Sägen auch schlitzen oder anbohren.

Sonnenenergie und Grundwasserwärme

"Sonnenhaus" ist ein eingetragenes Markenzeichen des Sonnenhaus-Instituts e. V.. Vereinsmitglieder wie die Plan & Vision GmbH treiben im Netzwerkverbund mit anderen beteiligten Unternehmen die Entwicklung weitgehend solar beheizter Häuser maßgeblich voran. Schwerpunkte des Sonnenhaus-Konzeptes sind zum Beispiel die Nutzung von Solarthermie und Grundwasserwärme sowie die Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung.

Auch beim Sonnenhaus in Olching wird Primärenergie konsequent eingespart. Eine installierte Solarthermieanlage mit einer Leistung von fünf Kilowatt-Peak sowie einem Wärmespeicher mit 15.000 Litern gewährleistet eine rund 50-prozentige Warmwasserabdeckung und wird bei Bedarf im Winter auch zur Heizungsunterstützung genutzt. Eine spezielle Besonderheit des Sonnenhaus-Konzeptes ist die Nutzung der Wärmequelle Grundwasser mit Hilfe einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe. Dabei wird über einen installierten Saugbrunnen Grundwasser hochgepumpt. Mittels Wärmetauscher gibt dieses seine Energie an einen Verdampfer ab. Die Ableitung erfolgt über einen eingebauten Sickerbrunnen. Zur Einsparung der gewonnenen Energie trägt das Coriso-Mauerwerk von Leipfinger-Bader auch durch seine hohe Wärmespeicherung und die damit verbundenen passiven Sonnenenergiegewinne bei. Außerdem müssen die Bewohner im Sommer keine Überhitzung der Innenräume befürchten, da die Ziegelaußenwand wie eine natürliche Klimaanlage funktioniert. Durch die Sonneneinstrahlung entstandene Wärme wird vom massiven Mauerwerk gespeichert und erst während der kühleren Abend- und Nachtstunden an das Gebäudeinnere abgegeben.

Investition in die Zukunft

Wer heute als Investor mit neu errichteten Wohnimmobilien am Markt erfolgreich sein will, muss auf zukunftsfähige Wohn- und Energiekonzepte sowie auf eine nachhaltige Bauweise achten. Das Konzept der Olchinger Sonnenpark GmbH, neben einer attraktiven Gestaltung nur besonders hochwertige und umweltgerechte Baustoffe zu verwenden, beweist dies eindrucksvoll. Auch aufgrund der vielen gut zu vermarktenden baulichen Vorzüge wurden alle Wohnungen schnell verkauft. Den Wohnungskäufern werden durch die moderne Ziegelbauweise dauerhaft werterhaltende Immobilien gewährleistet, die zudem über viele Jahre deutlich weniger Pflege- bzw. Sanierungsaufwand erfordern.

Bautafel

Bauherr: Sonnenpark Olching GmbH + Co.KG, 97258 Ippesheim
Entwurf und Planung: Architekturbüro Plan & Vision GmbH, Schwabachstraße 3a, 91077 Neunkirchen a. Brand
Bauausführung (Rohbau): GBG Bauunternehmung GmbH, Affalterthal 118, 91349 Egloffstein
Wandbaustoff (Außenwand): "Unipor W08 Coriso"-Ziegel (ʎ = 0,08 W/mK)
Wohnfläche: 3.804 Quadratmeter
Energiesparstandard: KfW-Energieeffizienzhaus 55
Jahresheizwärmebedarf: 133.400 Kilowattstunden
Ziegelhersteller: Leipfinger-Bader KG Ziegelwerke, Ziegeleistraße 15, 84712 Vatersdorf
Bauzeit: Mai 2012 bis Juni 2013

Die vollständige Pressemitteilung inklusive Bildmaterial finden sie unter: dako pr