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Digitalisierung: Herausforderungen und Chancen für die Baubranche

Die Teilnehmer der Veranstaltung diskutieren ausgewählte Fragestellungen zum Thema Digitalisierung im Bau. Foto: Brüninghoff

Brüninghoff veranstaltet "Dialog" mit Hochschulprofessoren

Die Digitalisierung bietet der Baubranche erhebliches Innovationspotenzial. Neue Methoden - wie Building Information Modeling (BIM) - sorgen durch Vernetzung für mehr Transparenz in der Planung und der Realisierung von Bauprojekten. Abläufe werden gewerkeübergreifend festgelegt und so mögliche Fehler vermieden. Jedoch wirken sich die Umstellungen auch auf die Ausbildung aus: Studiengänge und Berufe unterliegen einem rasanten Wandel. Die Anforderungen an Hochschulen und deren Absolventen steigen stetig - denn die digitalen Methoden erfordern neues Denken. Deshalb ist ein intensiver Austausch zwischen Lehrenden und Unternehmen unumgänglich. Um die Synergien zwischen Hochschule und Wirtschaft zu stärken, lud Brüninghoff Mitte Februar in Münster zu einem "Dialog" mit Professoren ein.

Die Baubranche befindet sich seit Jahren im Wandel - eines der bestimmenden Themen der letzten und kommenden Jahre ist die Digitalisierung. Vor diesem Hintergrund wird der Austausch zwischen den Vertretern aus Praxis und Theorie immer wichtiger. Dieser stand nun auch im Mittelpunkt der Professoren-Veranstaltung "Dialog", die Brüninghoff Mitte Februar in Münster durchführte. Begrüßt wurden die Teilnehmer von Geschäftsführer Frank Steffens und Abteilungsleiterin für Personal sowie Organisation Ruth Weber.

Im Zuge der Veranstaltung leitete Dr.-Ing. Markus König, Professor an der Fakultät für Bau- und Umweltingenieurwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum, zum Kernthema der Tagesveranstaltung über: Building Information Modeling (BIM). Er selbst war maßgeblich an der Entwicklung des Stufenplans "Digitales Planen und Bauen" beteiligt und ist auch für dessen Umsetzung verantwortlich. In seinem Vortrag machte er auf die Chancen und die Herausforderungen der Methode aufmerksam. Dazu gehöre auch, Studierende tiefgehend in die digitalen Modelle einzuweisen, um sie auf die Berufswelt vorzubereiten. Denn das System erfordere neben einem technischen Verständnis vor allem auch Kommunikations- und Teamfähigkeit.

Anschließend diskutierten die Besucher in Gruppen innerhalb eines "World-Cafés" verschiedene Aspekte der Digitalisierung in Bezug auf die Baubranche. Dadurch ergaben sich mehrere Diskussionsrunden, in denen die Teilnehmer zu ausgewählten Fragestellungen Bezug nahmen und diese schnell und zielorientiert beantworteten. Moderatoren förderten die Debatten und trugen die einzelnen Ergebnisse nach der Mittagspause vor.

Mit einem Diskurs zu Veränderungstreibern in der Organisations- und Personalentwicklung durch die Digitalisierung entlang der Wertschöpfungskette Bau rundete Frank Steffens das Programm ab. Bei BIM gehe es um Einsatz und Kommunikation. Die wandelnde Planungskultur bringe neben erhöhter Effizienz auch neue Fehlerquellen mit sich. "Daher erfordert die Technologie ein höheres Verantwortungsbewusstsein und Verbindlichkeit auf allen Ebenen. Building Information Modeling ist ein aktuelles Prozess- und Entwicklungsthema, für das wir uns von Traditionen lösen, den Personalbedarf anpassen und neue Wege finden müssen, die wir dann gemeinsam und vor allem nachhaltig in Theorie und Praxis umsetzen können", so Steffens.