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Berlin – beliebt bei Einbrechern: Präventionstipps für mehr Sicherheit

Es gibt keine Entwarnung für Mieter und Hausbesitzer. Innerhalb der letzten fünf Jahre ist die Zahl der Wohnungseinbrüche deutschlandweit um 35 Prozent gestiegen.

Besonders betroffen: Die Stadtstaaten wie Berlin, Hamburg und Bremen. So liegt Berlin mit 355 Wohnungseinbrüchen pro 100.000 Einwohnern nach Bremen und Hamburg auf Platz 3 der Statistik. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Sicherheitstechnik und durch aufmerksames Verhalten können im Schnitt 40 Prozent der Einbruchsversuche verhindert werden.

"Leider wird es Einbrechern immer wieder viel zu leicht gemacht. Sie gehen den Weg des geringsten Widerstands", weiß Andreas Hackbarth, Schadenverhütungsexperte der Grundeigentümer-Versicherung, Hamburg, aus der Praxis zu berichten. Die meisten Einbrüche passieren tagsüber und am häufigsten steigen die Täter durch Fenster, Wohnungs- oder Terrassentür ein. Besonders häufig, aber nicht nur, finden Einbrüche während der Urlaubszeit und in der dunklen Jahreszeit statt.

"Überquellende Briefkästen, ungemähter Rasen, ein dunkles Haus, gekippte Fenster oder Terrassentüren ziehen Einbrecher besonders an. Dagegen werden Einbrüche in gut gesicherten Häuser zwar versucht, in der Regel geben die Täter ihr Vorhaben meist schnell wieder auf. Und auch aufmerksame Nachbarn konnten schon viele Einbrüche verhindern", erklärt Hackbarth weiter.

Zu dem materiellen Schaden kommen vor allem psychische Folgen hinzu, wie Unsicherheit, Hilf- und Machtlosigkeit sowie Schlaflosigkeit, die häufig über einen langen Zeitraum anhalten. Rund 25 Prozent der Opfer ziehen sogar aus der Wohnung aus.

Andreas Hackbarth rät deshalb, Einbrechern den Zutritt zu Haus oder Wohnung so schwer wie möglich zu machen. Dazu gehört, das Haus oder die Wohnung nach Möglichkeit immer bewohnt aussehen zu lassen und andererseits es durch mechanische Sicherungen zu schützen. Mögliche Einbruchshelfer wie Gartenmöbel, Leiter oder Werkzeug gehören generell unter Verschluss. "Leider kümmern sich die Betroffenen meist erst nach einem Einbruch um die Sicherheitstechnik", sagt der Schadenverhütungsexperte. Dabei erschweren schon einfache mechanische und elektronische Sicherungseinrichtungen, die auch nachträglich leicht einzubauen sind, den Einbrechern das Handwerk.

Tipps des Fachmannes für mehr Einbruchschutz:
1. Fenster und Türen – auch bei kurzer Abwesenheit – immer schließen
2. Haus- bzw. Wohnungstüren bei Verlassen des Hauses grundsätzlich abschließen – einfach zuziehen reicht nicht
3. Niemals den Hausschlüssel außerhalb des Hauses deponieren, Einbrecher kennen alle Verstecke
4. Nach Möglichkeit, vor allem aber bei längerer Abwesenheit, immer signalisieren, dass jemand zu Hause ist, z. B. durch Licht im Haus oder Rollläden, die regelmäßig betätigt werden
5. Einbruchhemmende Türen und Fenster einbauen bzw. vorhandene Türen und Fenster entsprechend nachrüsten
6. Durch Lampen mit Bewegungsmeldern den Außenbereich des Hauses ausleuchten und gegebenenfalls eine geprüfte und zertifizierte Alarmanlage einbauen
7. Keine Informationen über Abwesenheiten in sozialen Netzwerken veröffentlichen
8. Bei Verlust des Schlüssels umgehend die Schließzylinder austauschen

"Darüber hinaus können verdächtige Beobachtungen wertvolle Hinweise auf einen geplanten Einbruch geben", sagt Andreas Hackbarth. Deshalb empfiehlt er, lieber einmal zu viel auf das Bauchgefühl hören, und die Polizei anzurufen, wenn eine oder mehrere verdächtige Personen sich im Hausflur, auf dem Grundstück oder Nachbargrundstück befinden. Klingeln Fremde und stellen fadenscheinige Fragen oder warten Unbekannte scheinbar grundlos auf der Straße, im Hausflur oder in einem geparkten Auto, so können das Indizien für einen geplanten Einbruch sein.

Schutz vor finanziellen Folgen
Auch wenn der Ärger und die psychischen Folgen meist viel belastender sind, zumindest gegen die finanziellen Folgen eines Einbruchdiebstahls und Vandalismus kann man sich über die Hausratversicherung absichern. Sie übernimmt die Wiederbeschaffungskosten für gestohlene Gegenstände und leistet für eventuelle Reparaturmaßnahmen. Wertsachen und Fahrräder zählen in bestimmtem Umfang zum Hausrat und können, je nach Bedarf, durch die Wahl eines passenden Tarifes oder über weitere Leistungsbausteine mit höheren Deckungssummen abgesichert werden.

Mehr Informationen über Einbruchsschutz und Sicherheit durch Nachbarschaft gibt es unter https://www.grundvers-direkt.de/fileadmin/documents/schadenverhuetung_einbruchschutz_nachbarschaftshilfe.pdf und https://www.grundvers-direkt.de/fileadmin/documents/schadenverhuetung_einbruchschutz_staatliche_foerderungen.pdf sowie unter www.grundvers-direkt.de
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