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Über dem Auge des Sturms - EUMETSAT erläutert die Rolle von Satelliten bei der Überwachung der Ozeane

Bild: EUMETSAT

EUMETSAT startet zum zweiten Mal EU-finanziertes MOOC

Darmstadt, 11. Oktober 2017 - Auf den ersten Blick scheint es, als bestünde kein Zusammenhang zwischen den kürzlich verursachten Hurrikan-Schäden, den Schwankungen des maritimen Phytoplanktons und den Einflüssen der Meeresoberflächentemperatur im Pazifik auf unser europäisches Wetter.

Tatsächlich sind diese Faktoren jedoch durch eine Gemeinsamkeit verbunden - unsere Weltmeere, die 70% der Erdoberfläche bedecken. Die Ozeane sind eine grundlegende Voraussetzung für das Leben auf der Erde sowie den Fortbestand ihrer Ökosysteme und Bewohner. Sie sind der Antrieb für die Wettersysteme in der Atmosphäre und prägen so unser globales Klima. Außerdem wirken sie wie ein Atmungsorgan für unseren Planeten: Mit der Hälfte aller photosynthetischen Aktivitäten auf der Erde ist Phytoplankton maßgeblich an der Produktion von lebensnotwendigem Sauerstoff beteiligt.

Woher all diese Erkenntnisse stammen? Dank einer wachsenden Anzahl von Erdbeobachtungssatelliten in unserer Umlaufbahn lassen sich immer mehr Rückschlüsse auf Zusammenhänge zwischen verschiedensten Naturphänomenen weltweit ziehen.

Seit Jahren beobachten diese Satelliten nun schon unsere Meere. Jedoch konnte erst kürzlich, nach Inbetriebnahme des Copernicus Sentinel-3-Satelliten im Jahr 2016, die Datenerfassung zur Erdbeobachtung massiv gesteigert werden. Eine Vielzahl neuer Anwendungsmöglichkeiten trägt seitdem dazu bei, das Zusammenspiel von Weltmeeren, Wettersystemen und Klima besser zu verstehen.

Und das Gute daran ist: Alle Daten sind frei für jeden verfügbar.

Am 16. Oktober wird EUMETSAT, die europäische Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten, ein Upgrade seines von der EU finanzierten Online-Kurses "Monitoring the Oceans from Space" präsentieren. Teilnehmen kann jeder, der genauer wissen möchte, wie Satelliten zu einem besseren Verständnis unserer Ozeane beitragen können.

"Die Datenerfassung durch Erdbeobachtungssatelliten ist entscheidend für die Bemühungen, die Gesundheit unserer Ozeane besser nachvollziehen zu können, denn nur Satelliten liefern eine wirklich globale Perspektive", so EUMETSATs Training Manager Dr. Mark Higgins.

Der Copernicus Sentinel-3-Satellit ist Teil des EU-Flaggschiff-Umweltprogramms Copernicus. EUMETSAT verantwortet hierbei den alltäglichen Betrieb von Sentinel-3 sowie die Verarbeitung und Verbreitung der Meeresdaten. Hauptnutzer ist unter anderem der Copernicus Marine Environment Service, wo Experten die Daten in vier Kernanwendungsgebieten analysieren und aufbereiten: Meeresressourcen, Seeverkehrssicherheit, Küsten- und Meeresumwelt sowie Klimaüberwachung.


Die Anmeldung für den Kurs ist ab sofort möglich. Weitere Informationen finden Sie unter:

www.futurelearn.com/courses/oceans-from-space

www.eumetsat.int/website/home/index.html