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Gesundheit boomt noch immer – Übergewicht auch

Der Wunsch nach mehr Gesundheit boomt in der Gesellschaft noch immer. Allerdings scheinen die Verbraucher zu glauben, das hätte nichts mit ihrem Gesunheitsverhalten zu tun.

Die Menschen fangen nach und nach an, ein gewisses Interesse für die eigene Gesundheit zu entwickeln. Für Krankheiten interessieren sie sich ja bereits schon sehr, sehr lange. In der Entstehungsgeschichte der Medizin findet man ausreichendes Datenmaterial und Hinweise dazu.

Der Wunsch der Menschenheit nach mehr Gesundheit ist nicht nur die Antwort auf das ständig abnehmende Leistungsangebot der gesetzlichen Sozialversicherungen, sondern auch der Wunsch, die eigene Gesundheit mit dem nötigen Wissen autonom zu managen. Eine wünschenswerte Entwicklung in der Gesellschaft, könnte man zunächst meinen.

Eine Trendwende bedeutet dies allerdings ganz und gar nicht. Fakt ist nämlich: Die verhaltensbedingten Zivilisationskrankheiten (Diabetes, Herzkreislauf-Erkrankungen, Adipositas usw.) nehmen noch immer rapide zu und die Kosten in unserem Gesunderhaltungssystem werden schon bald nicht mehr Finanzierbar sein. Möglicherweise sind die Kosten bereits jetzt schon nicht mehr ertragbar für unsere Gesellschaft.
Das Wissen darüber, was den Menschen gesund erhält, war zu keiner Zeit umfangreicher als es heute ist. Allerdings wenden die Menschen dieses Wissen selten an, denn sonst würden die verhaltensbedingten Krankheiten in der Bevölkerung nicht weiter zunehmen
Die Menschen fangen an, mehr für die eigene Gesundheit tun zu wollen, bleiben aber oftmals in dem Prozess der Umsetzung von hilfreichen Maßnahmen zur Gesundheiterhaltung stecken. Die Gründe dafür sind vielschichtig und dem Einzelnen oftmals gar nicht klar. Immer häufiger hört man den Schrei: "Wie kann ich schnell abnehmen?" - insbesondere von Frauen mit jahrelangen Diäterfahrungen, die noch immer auf der Suche nach dem "Abnehmwunder" sind und die eigentlich wissen, dass schnelles Abnehmen nicht funktionieren kann.
Was bedeutet aber eigentlich gesunder Lebensstil? Diese Frage kann so gut wie jeder ausreichend beantworten, auch die Menschen, die an ihrem Gesundheitsverhalten aktiv etwas verändern möchten. Doch das Wissen über Gesundheit an sich ist natürlich wenig hilfreich. Es wird erst dann nützlich, wenn es praktisch angewendet wird und das verlangt grundsätzlich immer eine Veränderung im Gesundheitsverhalten. Diese Zusammenhänge sind sogar bereits wissenschaftlich bestätigt worden.
Allerdings wird menschliches Verhalten zu neunzig Prozent durch unbewusste Prozesse gesteuert und deshalb gelingt es den meisten Menschen nicht, ein ungewünschtes Gesundheitsverhalten bewusst durch ein gewünschtes Gesundheitsverhalten zu ersetzen. Das beweist die Tatsache, dass viele Menschen wieder und wieder versuchen, abzunehmen, dabei aber ständig kläglich scheitern, obwohl es ihr größter Wunsch ist, schlanker und gesünder zu leben.
Den meisten Menschen, die zur Erhaltung ihrer Gesundheit abnehmen möchten, ist es nicht möglich, ihr Körpergewicht zu kontrollieren, obwohl sie alles über nachhaltiges Abnehmen wissen. Immer mehr Abnehmwillige wenden sich deshalb mit der Frage "Wie kann man schnell abnehmen" an einen Experten. Denn nur eine nachhaltige Veränderung im Gesundheitsverhalten kann ihnen eine lebenslange Garantie für Wohlbefinden und Gesundheit garantieren.
Die Wahrscheinlichkeit ist aber eher gering, dass sich etwas Grundlegendes im Gesundheitsverhalten der Bevölkerung ändern wird. Viele Menschen werden wahrscheinlich auch weiterhin nur die Möglichkeit haben, auf ihre Gesundheit anzustoßen, als sie selbst zu managen. Denn Abnehmen macht jeder mit sich selbst aus und da scheint es offensichtlich für viele Menschen ein großes Defizit zu geben. Woran liegt es also, dass Menschen sich beim Abnehmen mehr mit dem Wissensproblem befassen, als mit dem eigentlichen Problem, dem Problem der Umsetzung? Offensichtlich wird diese Frage wohl noch längere Zeit unbeantwortet bleiben.

 

Veränderung Wissen

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