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Weihnachten, die Liebe und das Sippengewissen!

Emoratio Paarberatung

Die Wochen vor Weihnachten ist die Zeit des Jahres, die am meisten polarisiert. Samy Bakry von EMORATIO Paarberatung gibt hilfreiche Tipps, wie man den großen Streit vermeidet.

Für die einen ist Weihnachten eine Zeit der "bestellten" Harmonie und sich "künstlich" lieb Habens, des Konsumdrucks, des Einflutens von Weihnachtsmusik und Weihnachtswerbung sowie der Flut von "Sonder-Angeboten", gleichgültig ob in Radio, TV, oder über die Print Medien präsentiert. Es scheint kein Entkommen zu geben!

Für die anderen ist es die schönste Jahreszeit überhaupt, das Fest der Liebe, der Freude und der Überraschungen. der Besinnlichkeit, Ruhe und des endlich wirklich Zeit füreinander Habens - Zeit für die Lieben, die Menschen, die unserem Herzen am nächsten sind.

Dazu gehören für viele Eltern- und Liebespaare auch Ihre persönlichen Herkunftsfamilien, die eigenen Mamas und Papas, Geschwister und Großeltern, Onkel und Cousinen, die wir am Fest der Liebe besuchen oder vielleicht einladen wollen. Manchmal geschieht dies auch nur aus Pflichtbewusstsein und schlechtem Gewissen, weil wir im stressigen Alltag den Kontakt nicht halten konnten.

Für manche Eltern-und Liebespaare ist das DIE Herausforderung des Jahres! Denn abgesehen von der Zeit-Planung kann die Hierarchie der "Besucherzeit" ja auch von Bedeutung sein. Zu wem gehen wir am ersten Feiertag und zu wem am zweiten? Wer ist vielleicht gar am Heiligen Abend dabei und wer nicht?

Was viele Menschen nicht wissen: Wir alle haben ein, uns oft unbewusstes, stark verankertes Sippengewissen. Dies ist ein uralter Instinkt, der unsere Herkunftsfamilie schützt!

Jeder kennt das Gefühl, überhaupt kein Problem damit zu haben, die eigene Familie zu kritisieren oder gar über Sie zu schimpfen. Versucht dies jedoch ein Außenstehender, auch wenn es der eigene Liebes-Partner ist, gibt es oft erbitterten Streit, der nicht selten einen weiten Graben zwischen den zwei Liebenden aufreißt.

Woher kommt das?

Wir Menschen sind sehr stark mit unsere "Herkunftssippe" verbunden. Unabhängig davon, wie wir heute diese Sippe/Familie mit dem Verstand "bewerten", wir erlauben diese "Bewertung" eben nur uns selbst und NIEMANDEN sonst!

Lehnt nun ein Partner eine Person der Herkunftsfamilie des Partners ab, beschimpft ihn, lacht ihn aus oder wertet diesen ab, gibt er oder sie auch immer, oft unbewusst, eine Aussage über seinen eigenen Partner ab und lehnt damit auch immer einen wichtigen Teil seines eigenen Partners ab!

Selbst dann, wenn dieser mit dem Verstand zustimmt, sind also solcherlei Bewertungen für die gemeinsame Beziehung nicht verbindend.

Was also tun, wenn wir mit einem Familien-Mitglied des oder der Liebsten partout nicht klar kommen?

Indem ich dem Partner/in von Herzen mitteile, dass ICH ein Problem mit dem Verhalten des Familienmitgliedes habe und dass dies nichts mit unserer Beziehung zu tun hat, übernehme ich die Verantwortung für meine eigenen negativen Gefühle.

Ich bitte um Verständnis für meine Situation und verspreche (nur wenn ich dafür innerlich bereit bin), meine Gedanken in Bezug auf das "umstrittene" Familienmitglied immer mehr zu verwandeln. Vielleicht gelingt es mir sogar, Verständnis zu entwickeln für die Situation des/der anderen, in dem ich das Dilemma sehen kann, in dem der Andere steckt.

Und vielleicht bin ich ja sogar bereit, ein (Weihnachts-) Geschenk für meinen Partner/in zu machen, indem ich auch den Teil seiner Familie innerlich annehme, der mir nicht passt? Dies wäre ein Weg, um die Zeit miteinander am Fest der Liebe gelassen und auch wirklich liebevoll zu verbringen!