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Wandel in der Bestattungskultur: von digital bis nachhaltig

Bestatter Markus Forg führt Bestattungsinstitute in Erkelenz, Wassenberg und Wegberg.

Was passiert mit mir, wenn ich tot bin? Am häufigsten wird der Körper
verbrannt, oder es gibt eine Erdbestattung.

Die Friedhofs- und Bestattungskultur erlebt derzeit einen tiefgreifenden Wandel. Während man früher seine Liebsten meist klassisch in einem Sarg oder in einer Urne beigesetzt hat, werden Bestattungen heute in einigen Ländern immer ausgefallener. Doch ganz so außergewöhnlich wie in Japan, wo kitschige und glitzernde Urnen angeboten werden, in Amerika, wo man sich zum Beispiel auf einem Unterwasserfriedhof bestatten lassen kann, oder in Russland, wo man eine Urne mit einer Rakete ins Weltall schießen lassen kann, ist es in Deutschland noch nicht.

Bestattungsunternehmer wie der Erkelenzer Markus Forg (Forg Bestattungen) sind zwar offen für die Wünsche der Verstorbenen und ihrer Angehörigen, sind aber an das deutsche Bestattungsgesetz gebunden. "Vor ungefähr 20 Jahren war die Erdbestattung in einem Wahlgrab die dominante Bestattungsform. Zu einer Beerdigung sprach ein Pfarrer tröstende Worte und das Grab erhielt ein von einem Steinmetz gefertigtes Grabmal. In den vergangenen Jahren haben die Bestattungskultur und der Umgang mit der Trauer erhebliche Veränderungen erfahren", weiß Forg.

Die Vielfalt der Angebote wächst und eröffnet individuelle Wahlmöglichkeiten, die häufig von den überlieferten Traditionen abweichen. Trauer offenbart sich nicht mehr nur in Tränen am Grab, sondern auch online: QR-Codes auf Grabmalen etwa können die Lebensgeschichte des Verstorbenen virtuell darstellen. "Hier können Trends und gewachsene Formen der Trauer am Grab eine gute Verbindung eingehen, die allen Generationen der Hinterbliebenen gerecht wird", bestätigt Markus Forg, dass Neuerungen auch einen Gewinn darstellen können.

Zur Digitalisierung tritt mehr und mehr auch die Ökologisierung - also Nachhaltigkeit mit weniger Plastik und Verpackungen. Was in vielen Bereichen in der Gesellschaft bereits angekommen ist, wirkt sich auch auf die Bestattungskultur aus. Die Idee ist einfach: Der letzte Fußabdruck, den ein Mensch auf der Erde hinterlässt, sollte möglichst ökologisch und nachhaltig sein. Anfragen wie diese nehmen zu. "In der Praxis sieht das dann so aus, dass sich die Angehörigen statt für glänzende Särge für einen Kiefernsarg, der lokal produziert wurde und biologisch abbaubar ist, entscheiden. Trauerkarten werden auf recyceltes Papier gedruckt. Blumen werden danach gewählt, ob sie gerade blühen - Grabsteine sollen natürlich in der Region zu finden sein", erklärt Markus Forg. In den USA seien inzwischen sogenannte Kompost-Gräber zu finden, und auch in Deutschland sind sie angedacht. Das schone die Umwelt und gebe den Menschen im wörtlichsten Sinne die Möglichkeit, eins mit der Erde zu werden.

Was die Bestattungsform angeht, sieht der Bestattungsunternehmer, der Angehörigen in den schwersten Stunden mit einer eingehenden und persönlichen Beratung zur Seite steht und alle Fragen für eine sachgerechte und würdige Bestattung klärt, einen klaren Trend, der sich durch statistische Erhebungen bestätigt: "Laut einer jährlich durchgeführten Umfrage der RAL Gütegemeinschaft Feuerbestattungsanlagen e.V. wurden 2018 in Deutschland 73 Prozent der Verstorbenen eingeäschert. 2017 waren es 70 Prozent. Der Rückgang der traditionellen Sargbestattung setzt sich also weiter fort."

Ebenso wie seine Kollegen ist auch der Erkelenzer gespannt darauf, wie sich die Bestattungskultur in den kommenden Jahren weiter wandeln wird. "Auch unsere Branche will auf die sich ändernden Bedürfnisse der Menschen eingehen", stellt er fest.

 

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