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Hebammen für Deutschland feiern 10-jähriges Jubiläum virtuell mit einem Online-Erzählcafé

Vorstand und Mitfrauen von Hebammen für Deutschland

Vor 10 Jahren als Initiative zum Erhalt individueller Geburtshilfe gegründet, begehen Mitglieder und Weggefährtinnen von Hebammen für Deutschland e.V. den runden Geburtstag mit einer Videokonferenz.

Im Sommer 2010 gründeten Hebammen und Eltern aus dem Rheinland eine Initiative zum Erhalt individueller Geburtshilfe: "Hebammen für Deutschland" (HfD) war geboren. Kurz darauf wurde dem Verein die Gemeinnützigkeit zuerkannt. Auslöser war eine Erhöhung der Haftpflichtversicherungsbeträge, die viele Geburtshelferinnen nicht mehr tragen konnten und die Geburtshilfe im Zuge dessen aufgaben. Eine Petition des Deutschen Hebammenverbandes unterzeichneten damals über 186.000 Menschen - ein Rekord!

"Keine von uns hätte gedacht, dass wir uns so lange für die Geburtshilfe in Deutschland und inzwischen weltweit einsetzen würden", sagt Vorstandsfrau und Hebamme Lisa von Reiche anlässlich des Jubiläums. "Sowohl Erfolge als auch Rückschläge haben uns motiviert, am Ball zu bleiben, uns einzumischen, Impulse zu setzen. Dabei haben wir von so vielen Unterstützung erhalten. Das ist wirklich großartig."

HfD e.V. setzt sich für auch weiterhin für Lösungen in der Haftpflichtproblematik ein. Hintergrund: Im Jahr 2020 lag der jährliche Versicherungsbeitrag für die Geburtshilfe bei rund 9098 Euro. Der Hebammenmangel hat sich inzwischen in den Klinikbereich ausgedehnt. Der Verein informiert die Öffentlichkeit zum Thema "Erhalt der individuellen Geburtshilfe", fördert positive Bilder durch Veranstaltung von Erzählcafés rund um die Geburt, tauscht sich mit Elterninitiativen aus und unterstützt beispielsweise alternative hebammengeleitete Betreuungsangebote für Schwangerschaft, Geburt und die Zeit im ersten Lebensjahr.

Das Online-Erzählcafé findet am Sonntag, den 4. Oktober 2020, um 20 Uhr statt (Link ab vormittags veröffentlicht auf der Webseite des Vereins). Das große Geburtstagsfest wird corona-bedingt auf das nächste Jahr verschoben und findet voraussichtlich im Mai 2021 zum internationalen Hebammentag statt.

Meilensteine der Vereinsarbeit:

2011
HfD e. V. gewinnt viele hundert Mitglieder - auch aus der Eltern- und Ärzteschaft.
2012
Beim "Dialog über Deutschland" stellt HfD e.V. seine Lösungsvorschläge der
Bundeskanzlerin Angela Merkel persönlich vor.
2013
Teilnahme an Tagungen der interministeriellen Arbeitsgruppe in Berlin unter Führung des Bundesministeriums für Gesundheit
2015
- Beginn der Erzählcafé-Aktion am Weltfrauentag (8. März), 40 Erzähl-Cafés bis Ende des Jahres
- Unterstützung der Gründung der Bundeselterninitiative Mother Hood e.V.
- Öffentliche Anhörungen im Bundestag zum Thema "Finanzielle Absicherung der
Hebammen und Entbindungspfleger"
2016
- Erstes Welcome-Erzählcafé in Mainz für Frauen mit und ohne Fluchterfahrung
- Aufnahme des Hebammenwesens im bundesweiten Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der UNESCO
2017
Erweiterung der Erzählcafé-Aktion um das Format JUNIOR-Erzählcafé für kommende Elterngenerationen
2018
- Beginn der Bewerbung für Aufnahme des Hebammenwesens in die weltweite Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO
- Vernetzung und Kontaktaufnahme zu Hebammen in Europa, Afrika, Asien
2019
- Erzählcafé für Väter: "#Väter, ihr seid wichtig"
- Dokumentarfilm "muttermündig" von Marieke Brost mit "unseren" Hebammen Lisa und Renate: Nach gut einem Jahr online bei vimeo und über 15.400 Klicks ist muttermündig jetzt bei Youtube mit englischen Untertiteln online!
Der Film zeigt, wie Geburt Menschen stark machen kann und welche Rolle dabei Hebammen spielen.
> zum Film: https://www.youtube.com/watch?v=IdVq9IKQ-jA&feature=emb_log
2020
- Online-Erzählcafés wegen Corona-Pandemie
- Sammeln von europaweiten Geburtsgeschichten in Zeiten, in denen der persönliche Austausch oft nicht stattfindet. Mitmachen erwünscht - per Text, Foto, Video, Audiodatei unter: https://erzaehlcafe.net/birthstories

 

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