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Frauen und Technik? E-Book-Leserinnen und Schreiberinnen auf dem Vormarsch

Elektronische Lesegeräte erobern die Märkte. Frauen sind ganz vorne dabei beim Lesen und Verfassen von E-Books. Erleben Sie hier beispielhaft die Veröffentlichung eines Liebesromans.

Wer morgens mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fährt, kann es selbst beobchten. Die elektronischen Lesegeräte, allen voran der Kindle, verbreiten sich rasant. Fast jeder vierte Bundesbürger liest elektronische Publikationen auf einem mobilen Endgerät. Dazu gehören E-Books ebenso wie digitale Ausgaben von Zeitungen und Zeitschriften. Elf Prozent der Bundesbürger lesen E-Books. Das bedeutet acht Millionen Leser von digitalen Büchern. (http://www.bitkom.org/de/presse/8477_73632.aspx).
Damit ist der E-Book-Markt im Vergleich zum Frühjahr 2010 um mehr als das Doppelte gewachsen. Das hängt mit der zunehmenden Verbreitung von mobilen Lesegeräten zusammen. Dieses Jahr werden voraussichtlich 800.000 E-Book-Reader in Deutschland verkauft werden. 2011 waren es noch 230.000, was einem Zuwachs von 247 Prozent entspricht. Für das Jahr 2013 prognostiziert Bitkom den Absatz von 1,43 Millionen Lesegeräten. (http://www.bitkom.org/de/presse/8477_73600.aspx). Die beteiligten Branchen hätten "das Henne-Ei-Problem gelöst: Jetzt gibt es leistungsfähige Lesegeräte und attraktiven Lesestoff", kommentierte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder.
Männer nutzen die elektronischen Publikationen eher zur Information, Frauen schmökern lieber. Sie lesen mehr belletristische E-Books als Männer: Der Anteil liegt bei 10 Prozent, gegenüber 8 Prozent bei den Männern. Dabei liegt der Anteil der Liebesromane im oberen Bereich: Die E-Book-Anteile gegenüber den Printbüchern liegen schon bei ca. 10 Prozent, bei anderen Genres stehen sie eher noch im zweiprozentigen Bereich.

Die Autorin Martina Nohl sammelte in der Vorweihnachtszeit erste Erfahrungen mit der Veröffentlichung Ihres Heidelberger Liebesromans "Ein Jahr im Frühling".

"Es ist spannend, das erste E-Book bei Amazon Kindle-Publishing hochzuladen. Einige Wochen Vorbereitung hat es gebraucht, um sich einzulesen und einzuarbeiten, aber der Ladeprozess an sich ist wirklich kinderleicht. Es ist ein schönes Gefühl, meinen ersten Kindle-Liebesroman "Ein Jahr im Frühling" endlich in den Händen zu halten - natürlich nachdem ich ihn selbst als erste Käuferin runtergeladen habe." [Die Autorin lacht.]
"Wollten Sie direkt ein E-Book veröffentlichen oder war das für Sie eher eine Notlösung?"
"Nein, es sollte erst einmal kein E-Book werden. Das war die zweitbeste Lösung. Ich warte noch auf die Antwort einiger Verlage, denen ich die Printrechte angeboten habe. Die E-Book-Rechte habe ich mir nun selbst genommen... Wissen Sie, das Klinkenputzen bei den Verlagen und Agenten ist reichlich anstrengend. Wenn man die gleiche Energie in das Self-Publishing steckt, kommt man meiner Einschätzung nach schon recht weit. Das Experiment führe ich nun gerade durch."
"Das hört sich so an, als könnte Ihnen die zweitbeste Lösung sogar Spaß machen?"
"Das will ich hoffen. Mir hat es schon immer Spaß gemacht, Produkte von vorne bis hinten selbst zu erstellen. Als gelernte Schriftsetzerin kann ich Texte wirkungsvoll gestalten. Die Fähigkeit benötigt man aber nicht einmal, da das Kindle-Layout bisher sehr bescheiden daherkommt, weil es ja vom Nutzer selbst angepasst werden kann. Aber Werbematerialien kann ich so einfach selbst erstellen. Und ich bin nicht von der Gnade anderer abhängig, ob der Text veröffentlicht werden darf oder nicht."
"Es gibt ja Stimmen, die selbstverlegte E-Books eher im unteren Qualitätsbereich sehen."
"Ja, sicher, die gibt es. Aber Autoren und Autorinnen, die im Self-Publishing-Bereich etwas auf sich halten, haben ihr Buch den gleichen Qualitätskontrollen wie dem Korrektorat und dem Lektorat unterzogen, wie andere Verlagsautoren auch. Diese Leistungen müssen dann eben selbst finanziert werden."
"Da benötigt man aber viele Fähigkeiten, wenn Sie das so beschreiben."
"Aber wo sonst darf man heute noch vollständige Prozesse selbst gestalten? Der Markt entsteht ja gerade erst. Es ist ein wenig wie in der Steinzeit: Du darfst alles von vorne bis hinten und alleine machen: Das Mammut an die Höhlenwand malen, es jagen, zur Strecke bringen, heimschleppen, häuten, braten, mit den anderen teilen, gemeinsam essen und dann erschöpft und hoffentlich glücklich am Feuerchen einschlafen."
"Wollen Sie uns kurz noch verraten, worum es in Ihrem neuen Roman geht?"
"Emily wagt einen Neubeginn im romantischen Heidelberg. Sie verliebt sich in den schönen Witwer Josue und stellt ihm nach, bis er sich endlich ebenfalls für sie interessiert. Gleichzeitig wird sie mit der Beziehungsrealität einer Patchworkfamilie und der Starcellistin Camilla als Konkurrentin konfrontiert.
Der Frage, ob diese Beziehung gelingen kann, müssen Sie selbst nachgehen, wenn Sie Emily bei ihren Streifzügen und sympathisch-skurrilen Begegnungen begleiten. Für ein E-Book ist es ein eher dicker Schmöker, also nehmen Sie sich Zeit zwischen den Jahren."
"Frau Nohl, vielen Dank für das Gespräch."

"Ein Jahr im Frühling" ist bei Amazon erschienen und kostet 2,99 Euro.
http://www.amazon.de/Ein-Jahr-Fr%C3%BChling-Cappuccino-Romane-ebook/dp/B00AFK6ON2/ref=sr_1_1?s=digital-text&ie=UTF8&qid=1354653090&sr=1-1
Die Website der Autorin finden Sie unter www.cappuccino-romane.de