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Kategorie: SEO

Links in Pressemitteilungen: 10 Tipps für richtige Platzierung, Ankertexte und Linkziele


Ein Link in einer Pressemitteilung kann weit mehr leisten, als nur auf die Unternehmenswebsite zu verweisen. Er kann Leser direkt zu weiterführenden Informationen führen, Journalisten die Recherche erleichtern, Besucher auf eine Produkt- oder Studienseite bringen und die Verbindung zwischen verschiedenen Online-Inhalten herstellen. Diese zehn Tipps helfen Ihnen, Links in Online-Pressemitteilungen so einzusetzen, dass sie für Leser sinnvoll sind und gleichzeitig die Anforderungen von Suchmaschinen und KI-Suchsystemen berücksichtigen.

1. Verlinken Sie in Pressemitteilungen nicht automatisch zuerst die Homepage

Links in Pressemitteilungen richtig setzen
Links in Pressemitteilungen richtig setzen

Viele Pressemitteilungen beginnen mit dem Unternehmensnamen und verlinken diesen direkt auf die Startseite. Das ist naheliegend, aber nicht immer die beste Lösung.

Fragen Sie sich stattdessen: Welche Seite hilft einem Leser an dieser Stelle am meisten weiter?

Geht es in Ihrer Pressemitteilung um eine Studie, sollte der Link möglichst zur Studienseite führen. Kündigen Sie ein neues Produkt an, ist die Produktseite meist sinnvoller. Bei einer Veranstaltung bietet sich die Seite mit Termin, Programm und Anmeldung an.

Die Homepage kann weiterhin im Unternehmensprofil oder am Ende der Meldung verlinkt werden.

Beispiel:

Weniger hilfreich: „Die Muster GmbH veröffentlicht eine neue Marktstudie.“ – Link auf die Homepage

Besser: „Die Muster GmbH veröffentlicht die Ergebnisse der Marktstudie 2026.“ – Link direkt zur Studie

 

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2. Setzen Sie den wichtigsten Link möglichst früh

Leser entscheiden häufig bereits nach den ersten Absätzen, ob sie weiterlesen oder eine weiterführende Seite öffnen. Der wichtigste inhaltliche Link sollte deshalb nicht erst ganz am Ende der Pressemitteilung stehen.

Eine gute Position ist häufig der erste oder zweite Absatz, nachdem die Kernnachricht erklärt wurde.

Dabei gibt es keine offizielle Google-Regel, nach der der erste Link einer Seite automatisch das größte SEO-Gewicht erhält. Für die Leserführung ist seine Position trotzdem relevant: Ein früh sichtbarer Link wird eher wahrgenommen und angeklickt.

Setzen Sie deshalb früh den Link, der das wichtigste Informationsbedürfnis beantwortet.

3. Verwenden Sie lieber wenige relevante Links

Mehr Links machen eine Pressemitteilung nicht automatisch besser. Im Gegenteil: Zu viele Verweise können Leser ablenken und den Text unruhig wirken lassen.

Für eine normale Online-Pressemitteilung sind häufig ein bis drei inhaltliche Links ausreichend. Zusätzlich können Links im Unternehmensprofil oder bei den Kontaktdaten sinnvoll sein.

Ein einfacher Linkplan könnte so aussehen:

  • ein Link zur wichtigsten Themenseite,
  • ein Link zu einer Quelle, Studie oder weiterführendem Material,
  • ein Link für eine konkrete Handlung wie Anmeldung, Download oder Kontakt.

Prüfen Sie bei jedem zusätzlichen Link: Erfüllt er eine eigene Aufgabe? Wenn zwei Links praktisch dasselbe Ziel haben, reicht meist einer davon.

4. Schreiben Sie Ankertexte, die das Linkziel erklären

Der sichtbare Text eines Links wird als Ankertext bezeichnet. Gute Ankertexte zeigen bereits vor dem Klick, was den Leser auf der Zielseite erwartet.

Formulierungen wie „hier klicken“, „mehr erfahren“ oder „weitere Informationen“ sind deshalb wenig aussagekräftig.

Besser sind beispielsweise:

  • „Ergebnisse der Marktstudie 2026“
  • „Technische Daten des neuen Produkts“
  • „Programm und Anmeldung zur Fachkonferenz“
  • „Pressebilder zum neuen Standort herunterladen“
  • „Methodik und Stichprobe der Untersuchung“

Auch Suchmaschinen können aus einem verständlichen Ankertext besser ableiten, in welchem Zusammenhang die verlinkte Seite steht.

5. Überoptimieren Sie Ankertexte nicht für Google

Ein Ankertext darf natürlich wichtige Begriffe enthalten. Er sollte jedoch in erster Linie verständlich klingen.

Problematisch wird es, wenn Pressemitteilungen mit kommerziellen Suchbegriffen überladen werden. Vermeiden Sie deshalb Formulierungen wie:

„Jetzt beim besten günstigen Energieberater Hannover Energieberatung buchen.“

Ein natürlicher Linktext wäre beispielsweise:

„Informationen zur betrieblichen Energieberatung“

Der Unterschied ist einfach: Schreiben Sie den Linktext so, wie Sie ihn auch ohne SEO-Hintergedanken formulieren würden.

 

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6. Verlinken Sie direkt zur gesuchten Information

Verlinkung im Text
Verlinkung im Text

Jeder zusätzliche Klick kostet Aufmerksamkeit. Wenn ein Leser sich für die angekündigte Studie interessiert, sollte er nicht zunächst auf der Homepage landen und dort selbst nach der Studie suchen müssen.

Nutzen Sie deshalb sogenannte Deep Links zu passenden Unterseiten.

Sinnvolle Linkziele können sein:

  • Produktseiten,
  • Studien- und Ergebnisseiten,
  • Veranstaltungsseiten,
  • Pressebereiche,
  • Projektseiten,
  • Downloadbereiche,
  • Expertenprofile,
  • Kontakt- oder Anmeldeseiten.

Je genauer das Linkziel zur Aussage der Pressemitteilung passt, desto weniger muss der Leser anschließend selbst suchen.

7. Verlinken Sie auch glaubwürdige externe Quellen

Nicht jeder Link muss auf die eigene Website führen. Wenn Sie in Ihrer Pressemitteilung eine Studie, Statistik, gesetzliche Regelung oder andere externe Information nennen, kann ein Link zur Originalquelle sehr sinnvoll sein.

Beziehen Sie sich beispielsweise auf Daten des Statistischen Bundesamtes, sollten Sie möglichst direkt zur entsprechenden Veröffentlichung verlinken. Gleiches gilt für wissenschaftliche Untersuchungen, Behördeninformationen oder Branchenstudien.

Das erleichtert Journalisten die Prüfung Ihrer Aussagen und erhöht die Nachvollziehbarkeit der Meldung.

Ein externer Quellenlink „verschenkt“ dabei keinen wertvollen Platz. Eine Pressemitteilung gewinnt an Qualität, wenn wichtige Aussagen überprüfbar sind.

8. Denken Sie bei Links nicht nur an Backlinks

Links aus Online-Pressemitteilungen werden häufig vor allem unter SEO-Gesichtspunkten betrachtet. Der Begriff Backlink bezeichnet einen Link von einer fremden Website auf die eigene Website.

Backlinks können Suchmaschinen dabei helfen, Seiten zu entdecken und deren Bedeutung im Web einzuordnen. Daraus folgt jedoch nicht, dass jeder Link aus einem Presseportal automatisch bessere Rankings bringt.

Presseportale können Links beispielsweise mit nofollow, sponsored oder ugc kennzeichnen. Außerdem bewertet Google Links nach zahlreichen weiteren Kriterien.

Der praktische Nutzen eines Links bleibt trotzdem bestehen: Leser können ihn anklicken und auf Ihre Website gelangen.

Ein Link aus einer Online-Pressemitteilung kann damit:

  • Websitebesucher bringen,
  • Downloads auslösen,
  • Anmeldungen generieren,
  • Medienanfragen ermöglichen,
  • weiterführende Informationen auffindbar machen.

Bewerten Sie einen Link deshalb nicht ausschließlich danach, welche vermeintliche „Linkkraft“ er überträgt.

9. Denken Sie inzwischen auch an KI-Suchsysteme

Links sind auch im Zusammenhang mit ChatGPT Search, Google AI Overviews, Perplexity und anderen KI-Suchsystemen interessant.

Diese Systeme greifen auf öffentlich zugängliche Informationen aus dem Web zurück und können Quellen miteinander in Verbindung bringen. Eine Online-Pressemitteilung kann beispielsweise auf eine aktuelle Unternehmensseite, eine Studie oder eine Produktseite verweisen und damit einen nachvollziehbaren Zusammenhang zwischen diesen Inhalten herstellen.

Das bedeutet nicht, dass ein Link automatisch zu einer Erwähnung in einer KI-Antwort führt. Eine solche Garantie gibt es nicht.

Wichtig ist vielmehr das Zusammenspiel:

  • Die Pressemitteilung nennt eine aktuelle und konkrete Information.
  • Eine verlinkte Seite vertieft diese Information.
  • Unternehmensname, Produktbezeichnungen, Personen und Fakten stimmen auf beiden Seiten überein.
  • Die Seiten sind öffentlich erreichbar und technisch crawlbar.
  • Weitere glaubwürdige Quellen bestätigen gegebenenfalls dieselben Informationen.

So entsteht im Web ein konsistentes Informationsnetz, das sowohl für klassische Suchmaschinen als auch für KI-Systeme leichter einzuordnen ist.

Lese-Tipp: Im Beitrag „Erwähnungen, Quellenverweise und Empfehlungen: Wie Sie in KI-Antworten sichtbar werden“ erfahren Sie mehr darüber, wie Quellen und Web-Erwähnungen für KI-Sichtbarkeit zusammenspielen.

10. Messen Sie, welche Links tatsächlich geklickt werden

Der Vorteil einer Online-Pressemitteilung gegenüber einer ausschließlich per E-Mail verschickten Meldung: Sie können besser nachvollziehen, ob Leser von der Veröffentlichung auf Ihre Website wechseln.

Für diese Auswertung lassen sich beispielsweise UTM-Parameter verwenden.

Ein Link könnte technisch so aussehen:

https://www.ihre-website.de/studie?utm_source=connektar&utm_medium=referral&utm_campaign=marktstudie2026

In einem Analysetool können Sie anschließend erkennen, wie viele Besucher über die Pressemitteilung gekommen sind und was sie auf Ihrer Website getan haben.

Interessant sind dabei nicht nur Klickzahlen. Prüfen Sie auch:

  • Wurden Studien oder Dokumente heruntergeladen?
  • Gab es Anmeldungen?
  • Wurden weitere Seiten besucht?
  • Entstanden Kontakt- oder Medienanfragen?

Ein Link mit nur wenigen Klicks kann sehr wertvoll sein, wenn daraus eine qualifizierte Anfrage entsteht.

Bonus-Tipp: Kontrollieren Sie die Links in Pressemitteilungen nach der Veröffentlichung

Ein Link, der in Ihrem Ausgangsdokument funktioniert, muss nicht zwangsläufig in jeder veröffentlichten Version genauso erscheinen.

Presseportale können Links technisch anpassen, Trackingparameter entfernen, eigene Weiterleitungen einsetzen oder bestimmte Linkattribute ergänzen.

Öffnen Sie deshalb nach der Veröffentlichung die tatsächliche Online-Pressemitteilung und testen Sie:

  • Führt jeder Link zur richtigen Seite?
  • Ist der richtige Text verlinkt?
  • Funktionieren Downloads?
  • Wurden Trackingparameter übernommen?
  • Ist die Zielseite auch auf dem Smartphone nutzbar?

Bei dauerhaft veröffentlichten Pressemitteilungen lohnt sich außerdem gelegentlich eine Kontrolle älterer Links. Wird eine Produkt-, Studien- oder Projektseite später verschoben, sollte die alte Adresse möglichst per 301-Weiterleitung auf die neue Seite führen.

Fazit: Jeder Link sollte einen Grund haben

Die beste Linkstrategie für Pressemitteilungen besteht nicht darin, möglichst viele Verweise unterzubringen. Jeder Link sollte eine konkrete Frage beantworten oder einen sinnvollen nächsten Schritt ermöglichen.

Der wichtigste Link führt dabei häufig zu einer passenden Unterseite und nicht zur Homepage. Klare Ankertexte zeigen dem Leser, was ihn nach dem Klick erwartet. Quellenlinks erhöhen die Nachvollziehbarkeit. Tracking zeigt, welche Veröffentlichungen tatsächlich Besucher bringen.

Für SEO und KI-Suche gilt ebenfalls: Links können helfen, Inhalte auffindbar zu machen und Zusammenhänge zwischen Informationen herzustellen. Ein bestimmtes Ranking oder eine Erwähnung in einer KI-Antwort lässt sich damit jedoch nicht garantieren.

Eine einfache Kontrollfrage hilft bei jeder Verlinkung: Ist der Leser nach dem Klick näher an der Information, die er gerade sucht? Wenn ja, haben Sie wahrscheinlich das richtige Linkziel gewählt.

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