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Kategorie: SEO

Erwähnungen, Quellenverweise und Empfehlungen: Wie Sie in KI-Antworten sichtbar werden


Erwähnungen, Quellenverweise und Empfehlungen in ChatGPT, Google AI Overviews, Perplexity und anderen KI-Suchsystemen entscheiden zunehmend darüber, ob und wie Unternehmen sichtbar werden. Doch worin unterscheiden sich diese Begriffe? Und wie können Unternehmen ihre Chancen gezielt verbessern? Dieser Beitrag erklärt die wichtigsten Konzepte verständlich und zeigt, wie digitale PR und Online-Pressemitteilungen dabei unterstützen können.

KI-Suche wächst rasant

KI-Erwähnungen, Quellenverweise und Empfehlungen
KI-Erwähnungen, Quellenverweise und Empfehlungen

Wer heute nach einer Software, einer Steuerberatung oder einer PR-Agentur sucht, erhält immer häufiger eine direkt formulierte Antwort statt einer klassischen Liste von Suchergebnissen. ChatGPT Search, Google AI Overviews, Google AI Mode, Perplexity, Gemini oder Microsoft Copilot fassen Informationen aus zahlreichen Quellen zusammen und schlagen passende Unternehmen, Produkte oder Dienstleistungen vor.

Damit verändert sich die Suche im Internet grundlegend. Jahrzehntelang bestand Suchmaschinenoptimierung (SEO) vor allem darin, Webseiten möglichst weit oben in den Google-Ergebnissen zu platzieren. Heute kommt eine neue Herausforderung hinzu: Unternehmen müssen nicht nur gefunden werden – sie müssen Teil der KI-Antwort werden.

Diese Entwicklung ist längst Realität. Laut Bain & Company nutzen bereits 80 % der Verbraucher KI-generierte Antworten oder Zusammenfassungen bei mindestens 40 % ihrer Suchanfragen. Gleichzeitig erwartet das Beratungsunternehmen, dass der organische Website-Traffic infolge generativer Suche langfristig um 15 bis 25 % zurückgehen könnte. Unternehmen, deren Inhalte künftig nicht mehr in KI-Antworten auftauchen, laufen daher Gefahr, an Sichtbarkeit zu verlieren.

Auch Google baut seine KI-Funktionen kontinuierlich aus. Auf der Google I/O 2026 gab das Unternehmen bekannt, dass AI Overviews inzwischen mehr als 2,5 Milliarden Nutzer pro Monat erreichen. Gleichzeitig hat AI Mode, die dialogorientierte KI-Suche von Google, bereits mehr als eine Milliarde monatlich aktive Nutzer. Nach Angaben von Google verdoppelt sich die Zahl der AI-Mode-Anfragen derzeit etwa jedes Quartal. Gleichzeitig erreichen die gesamten Suchanfragen auf Google neue Höchststände.

Diese Zahlen zeigen: Generative KI ersetzt die klassische Suche derzeit nicht, sondern verändert ihre Nutzung. Nutzer stellen längere, komplexere Fragen und erwarten vollständige Antworten statt einer Liste einzelner Webseiten. Google berichtet, dass Suchanfragen im AI Mode im Durchschnitt dreimal länger sind als klassische Suchanfragen und besonders häufig zur Planung, Recherche und Entscheidungsfindung genutzt werden.

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Erwähnungen, Quellenverweise und Empfehlungen: Wie KI-Suchsysteme Informationen auswählen

Anders als herkömmliche Suchmaschinen liefern generative KI-Systeme nicht nur eine Rangliste mit Links. Sie analysieren Informationen aus unterschiedlichen Quellen, bewerten deren Relevanz und formulieren daraus eine zusammenhängende Antwort.

Dabei gibt es keinen eigenen „KI-Index“. Google erklärt ausdrücklich, dass AI Overviews und AI Mode auf denselben Qualitäts- und Rankingprinzipien wie die klassische Google-Suche aufbauen. Gleichzeitig werden die Informationen mit den Fähigkeiten großer Sprachmodelle kombiniert, um komplexe Fragen zu beantworten oder mehrere Teilfragen gleichzeitig zu bearbeiten.

Je nach Anbieter fließen dabei unter anderem folgende Quellen ein:

  • Unternehmenswebsites
  • Pressemitteilungen
  • Fachartikel
  • Nachrichtenportale
  • wissenschaftliche Studien
  • Interviews
  • Branchenverzeichnisse
  • Social-Media-Beiträge
  • öffentlich zugängliche Foren und Community-Beiträge

Die genaue Gewichtung dieser Quellen veröffentlichen Google, OpenAI oder Microsoft allerdings nicht. Fest steht lediglich, dass Relevanz, Aktualität, Qualität und Vertrauenswürdigkeit der Inhalte eine wichtige Rolle spielen. Welche weiteren Signale in die Auswahl einfließen, bleibt Teil der proprietären Ranking-Algorithmen.

Was aktuelle Studien zeigen

Lange war nur wenig darüber bekannt, wie KI-Suchsysteme Quellen auswählen. Erst 2026 erschienen mehrere wissenschaftliche Untersuchungen, die erstmals einen tieferen Einblick ermöglichen.

Eine besonders umfangreiche Studie der University of Washington und der University of Michigan analysierte 55.393 Google AI Overviews mit insgesamt 98.020 einzelnen Aussagen. Die Forschenden kamen zu mehreren bemerkenswerten Ergebnissen:

  • AI Overviews wurden bei 13,7 % aller untersuchten Suchanfragen eingeblendet.
  • Bei klassischen Frageformulierungen („Wie…?“, „Warum…?“, „Was ist…?“) lag die Quote sogar bei 64,7 %.
  • Rund 30 % der zitierten Quellen erschienen nicht auf der ersten Seite der klassischen Google-Suchergebnisse.
  • Etwa 11 % der einzelnen Aussagen ließen sich durch die angegebenen Quellen nicht vollständig belegen.

Diese Ergebnisse zeigen zweierlei: Zum einen nutzt Google für AI Overviews teilweise andere Quellen als für die klassische Websuche. Zum anderen ersetzen Quellenangaben keine kritische Prüfung der Inhalte – auch KI-Antworten können unvollständig oder fehlerhaft sein.

Eine weitere Studie mit 11.500 realen Suchanfragen verglich die Ergebnisse der klassischen Google-Suche, Google AI Overviews und Gemini. Die Forschenden stellten fest, dass sich die verwendeten Quellen erheblich unterscheiden. Generative Suchsysteme greifen häufiger auf andere Informationsquellen zurück als die traditionelle Suche. Außerdem reagieren sie empfindlicher auf kleine Änderungen der Suchanfrage.

Mentions, Citations und Recommendations – was genau bedeuten diese Begriffe?

Im Zusammenhang mit generativer Suche haben sich vor allem diese drei Begriffe etabliert:

  • Mentions (Erwähnungen)
  • Citations (Quellenverweise)
  • Recommendations (Empfehlungen)

Wichtig ist: Diese Begriffe stammen nicht von Google, OpenAI oder Microsoft. Sie haben sich vielmehr in der SEO- und GEO-Praxis (Generative Engine Optimization) entwickelt, um unterschiedliche Formen der Sichtbarkeit in KI-Antworten zu beschreiben.

Mentions: Wenn Ihr Unternehmen erwähnt wird

Eine Mention bedeutet, dass ein KI-System Ihr Unternehmen in seiner Antwort nennt.

Beispielsweise könnte ChatGPT schreiben:

„Zu den bekannten Anbietern in diesem Bereich gehören Unternehmen A, Unternehmen B und Unternehmen C.“

Dabei wird das Unternehmen erwähnt, ohne dass zwangsläufig auf eine bestimmte Quelle verwiesen wird.

Mentions zeigen vor allem eines: Das KI-System kennt das Unternehmen und ordnet es einem bestimmten Themengebiet zu. Sie bedeuten jedoch nicht automatisch, dass Informationen direkt von der Unternehmenswebsite übernommen wurden.

Für viele Unternehmen sind Mentions der erste Schritt zu einer stärkeren Sichtbarkeit in KI-Suchsystemen.

Citations: Wenn Ihre Inhalte als Quelle dienen

Noch wertvoller sind Citations.

Hier verwendet das KI-System Informationen aus einer konkreten Quelle und macht deren Herkunft sichtbar – beispielsweise durch einen Link oder eine Quellenangabe.

Perplexity arbeitet nahezu konsequent mit Quellenverweisen. Auch ChatGPT Search sowie Google AI Overviews nennen bei vielen Antworten die verwendeten Webseiten. Das schafft Transparenz und ermöglicht Nutzern, Aussagen nachzuvollziehen oder weiterführende Informationen aufzurufen.

Ein Quellenverweis bedeutet allerdings nicht zwangsläufig, dass eine Website bei Google besonders gut rankt. Wie die Studie der University of Washington zeigt, stammen fast ein Drittel der zitierten Seiten nicht aus den ersten organischen Suchergebnissen. Entscheidend scheint vielmehr zu sein, ob eine Quelle für die konkrete Fragestellung relevante, hochwertige und gut strukturierte Informationen liefert.

Recommendations: Wenn die KI Unternehmen aktiv empfiehlt

Neben Mentions und Citations wird häufig von Recommendations gesprochen. Gemeint ist damit der Fall, dass ein KI-System ein Unternehmen aktiv als passende Lösung für eine konkrete Fragestellung nennt.

Eine Antwort könnte beispielsweise lauten:

„Für kleine Unternehmen eignet sich Anbieter X besonders gut.“

Oder:

„Wenn Sie eine Kanzlei für IT-Recht suchen, gehört Kanzlei Y zu den spezialisierten Anbietern.“

Nach welchen Kriterien KI-Systeme Unternehmen empfehlen, veröffentlichen die Anbieter nicht. Dennoch zeigen aktuelle Untersuchungen, dass Empfehlungen häufig auf einem Zusammenspiel verschiedener Signale beruhen. Dazu gehören die thematische Relevanz eines Unternehmens, die Qualität und Aktualität der verfügbaren Informationen sowie die Übereinstimmung mit der konkreten Nutzerfrage.

Recommendations lassen sich daher nicht gezielt „erzeugen“. Unternehmen können jedoch die Voraussetzungen verbessern, damit ihre Inhalte häufiger berücksichtigt werden.

Was bevorzugen KI-Suchsysteme?

Eine der wichtigsten wissenschaftlichen Arbeiten zu diesem Thema stammt von Forschenden der Princeton University, Georgia Tech, IIT Delhi und des Allen Institute for AI. Die 2024 veröffentlichte Studie führte den Begriff Generative Engine Optimization (GEO) ein und untersuchte erstmals systematisch, welche Eigenschaften Inhalte besitzen, die von großen Sprachmodellen bevorzugt werden.

Die Forschenden analysierten verschiedene Optimierungsmaßnahmen und stellten fest, dass insbesondere folgende Merkmale die Sichtbarkeit in generativen Suchsystemen verbessern können:

  • nachvollziehbare Quellenangaben,
  • statistische Daten und Fakten,
  • Zitate von Expertinnen und Experten,
  • gut strukturierte Inhalte mit klaren Überschriften,
  • verständliche Sprache,
  • vollständige und thematisch relevante Informationen.

Je nach Optimierungsmaßnahme beobachteten die Forschenden deutliche Verbesserungen der Sichtbarkeit in KI-generierten Antworten. Besonders wirksam erwiesen sich Inhalte, die Aussagen mit überprüfbaren Quellen belegten und komplexe Sachverhalte klar strukturierten.

Die Ergebnisse zeigen zugleich, dass sich klassische Suchmaschinenoptimierung und Generative Engine Optimization zwar überschneiden, aber unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Während SEO vor allem darauf abzielt, eine Website möglichst weit oben in den Suchergebnissen zu platzieren, geht es bei GEO darum, Inhalte so aufzubereiten, dass sie von KI-Systemen leichter verstanden, verarbeitet und als Grundlage für Antworten genutzt werden können.

Welche Rolle spielt digitale PR?

So werden Sie in KI-Antworten sichtbar
So werden Sie in KI-Antworten sichtbar

Genau an dieser Stelle gewinnt digitale PR an Bedeutung.

Während sich klassische Suchmaschinenoptimierung in erster Linie auf die eigene Website konzentriert, verfolgt digitale PR ein breiteres Ziel: Sie sorgt dafür, dass Informationen über ein Unternehmen auf verschiedenen vertrauenswürdigen Plattformen veröffentlicht werden.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Pressemitteilungen,
  • Fachartikel,
  • Interviews,
  • Gastbeiträge,
  • Studien,
  • Expertenkommentare,
  • Berichterstattung in Fach- und Nachrichtenmedien.

Jede Veröffentlichung erweitert die öffentlich verfügbaren Informationen über ein Unternehmen. Dadurch entstehen zusätzliche Berührungspunkte, auf die Suchmaschinen und KI-Systeme zugreifen können.

Wichtig ist jedoch: Digitale PR garantiert keine Erwähnung in KI-Antworten. Die Anbieter veröffentlichen ihre Auswahlalgorithmen nicht. Sie kann jedoch dazu beitragen, dass mehr qualitativ hochwertige Informationen über ein Unternehmen verfügbar sind und damit die Wahrscheinlichkeit steigt, bei passenden Suchanfragen berücksichtigt zu werden.

SEO bleibt wichtig – wird aber ergänzt

Immer wieder wird behauptet, SEO verliere durch KI-Suchsysteme an Bedeutung. Dafür gibt es derzeit keine belastbaren Belege.

Im Gegenteil: Google betont ausdrücklich, dass AI Overviews und AI Mode auf denselben Qualitäts- und Rankingprinzipien wie die klassische Google-Suche aufbauen. Hochwertige Inhalte, technische Qualität und hilfreiche Informationen bleiben daher zentrale Voraussetzungen für Sichtbarkeit.

Generative Suche erweitert die klassische Suchmaschinenoptimierung vielmehr um eine zusätzliche Ebene. Unternehmen profitieren heute sowohl von einer technisch und inhaltlich optimierten Website als auch von einer starken digitalen Präsenz außerhalb der eigenen Domain.

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Praktische Empfehlungen für Unternehmen

Auch wenn die genauen Auswahlmechanismen der KI-Anbieter nicht öffentlich bekannt sind, lassen sich aus den aktuellen Studien einige Handlungsempfehlungen ableiten.

Erhöhen können Sie Ihre Chancen unter anderem, indem Sie:

  1. regelmäßig fachlich fundierte Inhalte veröffentlichen,
  2. konkrete Fragen Ihrer Zielgruppe beantworten,
  3. Aussagen mit Studien, offiziellen Zahlen oder seriösen Quellen belegen,
  4. Texte klar strukturieren und aussagekräftige Überschriften verwenden,
  5. Inhalte aktuell halten,
  6. Unternehmensinformationen auf verschiedenen Plattformen konsistent darstellen,
  7. Fachwissen durch Interviews, Gastbeiträge und Expertenkommentare sichtbar machen.

Ebenso wichtig ist Kontinuität. Einzelne Veröffentlichungen können Aufmerksamkeit erzeugen. Ein belastbares digitales Informationsprofil entsteht jedoch erst durch viele hochwertige Inhalte über einen längeren Zeitraum.

Quellen

  1. Bain & Company (2025): Goodbye Clicks, Hello AI: Zero-Click Search Redefines Marketing.
  2. Google Search Central: AI Overviews and AI Mode in Search.
  3. Google I/O 2026: Search & AI Updates.
  4. OpenAI: Introducing ChatGPT Search.
  5. Aggarwal et al. (2026): An Analysis of Google AI Overviews. University of Washington & University of Michigan.
  6. Ladhak et al. (2026): Comparing Google Search, AI Overviews and Gemini. arXiv.
  7. Agarwal et al. (2024): GEO: Generative Engine Optimization. Princeton University, Georgia Tech, IIT Delhi und Allen Institute for AI.

 

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