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Kategorie: Pressearbeit

Advertorial – was ist das genau?


Was ist ein Advertorial?
Was ist ein Advertorial? © Kheng Guan Toh – stock.adobe.com

Ein Advertorial ist eine Anzeige, die in einem bestimmten Stil verfasst ist und eine etwas andere Zielsetzung und Verwendung als andere Werbeformen hat. Dies ist „Werbung als Artikel“ und es hat eine Menge dafür, dass jeder Vermarkter in Betracht ziehen sollte. In diesem Beitrag werden wir uns die Rolle des Advertorials etwas genauer ansehen und Ihnen zeigen, wie Sie das perfekte Beispiel schreiben sollten!

Was heißt Advertorial?

Während ein Advertorial sowohl in den Printmedien als auch online gefunden werden kann, ist es wohl am traditionellsten mit den Printmedien verbunden. Hier ist das Advertorial oft eine Anzeige, die in Zeitschriften erscheint und dort als ganzseitige Werbung angezeigt wird.

Bei Advertorials ist es am wichtigsten, dass sie wie ein Artikel geschrieben sind. Oft wird der Beitrag wie ein Nachrichtenbeitrag geschrieben und in manchen Fällen bietet der Beitrag wirklich eine Menge Informationen.

Der Name Advertorial ist eigentlich eine Vermischung von zwei englischen Begriffen zu einem Wort:

Editorial + Advertisement = Advertorial!

Warum sollte man Advertorials verwenden?

Viele Werbetreibende schrecken vor Advertorials zurück, da sie Angst haben, dass diese Werbeform als irreführend angesehen wird.

Dies ist jedoch nicht das Ziel eines gut geschriebenen Advertorials und tatsächlich sollte immer in irgendeiner Form klargestellt werden, dass der Artikel tatsächlich eine Werbung ist. In Printmedien gibt es normalerweise eine Kennzeichnung, welche den Inhalt als Werbung kennzeichnet. Bei Online-Advertorials wird man jedoch oft feststellen, dass die Definition weniger klar ist. Hier vermischen sich oftmals Beiträge mit Advertorials oder die Anbieter kennzeichnen die Advertorials nicht eindeutig als Werbung.

In der Tat können man argumentieren, dass heutiges Content-Marketing die Grenze zwischen einem Advertorial und Artikeln verwischt.

Arten von Advertorials

Advertorials in Zeitschriften
Advertorials in Zeitschriften © contrastwerkstatt – stock.adobe.com

Advertorials können verschiedene Formen annehmen. Eine der häufigsten Formen von Advertorial ist die ganzseitige Werbeanzeige, welche wie ein Artikel geschrieben wird. Oft handelt es sich einfach um „Neuigkeiten“, die die Veröffentlichung des neuen Produkts betreffen.

Wenn Sie zum Beispiel ein neues Shampoo verkaufen, sieht der Artikel vielleicht so aus:

„[Werbung]

ANWENDER SAGEN, DASS DIESES NEUE HAARPRODUKT IHR HAAR NOCH WEICHER GEMACHT HAT!

Wir alle wollen das weichste und glänzendste Haar und wir alle haben irgendwann auch schon über gespaltene Haarenden geärgert. Laut Nutzern könnte ein neues Produkt von [FIRMA X] jedoch alle diese Probleme gelöst haben.

Das Produkt kommt von … „

Diese Art von Werbung ist sehr offensichtlich als Advertorial zu erkennen. Sie ist klar subjektiv formuliert und auf einen Produktverkauf fokussiert. Das ist klar erkennbar, weil der Fokus der Geschichte zu 100% auf dem Produkt selbst liegt.

Ein Advertorial kann jedoch auch so geschrieben werden, dass es nicht direkt als Werbemaßnahme der Firma erkennbar ist. Hierbei schreibt man dann nicht direkt „Unser neues Produkt“ und verfasst den Beitrag eher wie einen traditionellen Leitartikel.

Dabei sollte die Überschrift so geschrieben sein, dass sie Aufmerksamkeit erregt und Social Proof vermittelt.

Beispiele dafür sind:

„Personal Trainer hassen diesen neuen Diät-Plan!“

„Ein seltsamer Trick, der Geld abwerfen kann.“

Aber diese beiden Arten von Advertorials gelten mittlerweile als etwas überholt. Das Problem ist, dass diese Strategien überbeansprucht wurden und sie sogar von Anfang an einigermaßen transparent sind. Viele Nutzer durchschauen diese Werbetaktik und wissen daher, was sie erwartet.

Daher mussten Content-Ersteller und Werbetreibende in ihren Strategien ein wenig kreativer werden und versuchen, Anzeigen zu erstellen, die weniger offensichtlich Werbung sind.

Bessere Advertorials

Werbung in den Medien
Werbung in den Medien © Mykyta – stock.adobe.com

Das goldene Verhältnis wird oft als 70% zu 30% angegeben. Dies bedeutet, dass das Verhältnis von Content zu Inhalt bei 70% nützlichem Inhalt und 30% Werbung liegen sollte.

Wer schon einmal ein Magazin von einer Firma wie Wired gelesen hat, kann das nachvollziehen. Diese Zeitschriften werden zum Beispiel oft mit Beilagen geliefert, die detaillierte Artikel zum Thema enthalten, welche gleichzeitig interessant und auch werblich sind.

Zum Beispiel gab es kürzlich in Wired einen Artikel über den Herstellungsprozess von IBM. Der Artikel stellte einige der innovativen Techniken vor, welche das Unternehmen verwendet und beinhaltete viele großartige Bilder von den Autos, die dort hergestellt wurden.

Der Artikel könnte in dieser Zeitschrift sowieso existieren. In diesem Fall war es eben gleichzeitig auch eine Werbung für IBM. Natürlich lässt das Lesen über Innovationen in der Auto-Fertigung ein solches Auto noch begehrenswerter erscheinen.

Dies ist tendenziell die bessere Advertorial-Strategie. Ein solches Advertorial wirkt nicht nur weniger voreingenommen und selbstmotiviert, sondern bietet dem Leser auch etwas Interessantes. Außerdem wird der Leser die Werbung aus Interesse lesen wollen und dies ist besser als ein Großteil der Werbeanzeigen, welche nur als Spam wahrgenommen werden.

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