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MHMK Köln: Sportgeschichte aus erster Hand

Radsport-Kommentatoren-Legende Herbert Watterott im Gespräch mit Kölner Journalistik-Studierenden

Radsport-Kommentatoren-Legende Herbert Watterott besuchte die Sportjournalistik-Studierenden des 5. Semesters.

Im Kurs Sportgeschichte bei Dozent Martin Beils gab der 72jährige Einblick in seine Erfahrungen.
War es bei den Olympischen Spielen 1972 erlaubt, mit den DDR-Athleten frei zu sprechen? Wie haben sich die Berichterstattungs-Bedingungen in den letzten Jahren verändert? Und wie geht man damit um, wenn man als Journalist auf dem Motorrad bei der Tour de France mitfährt und vor einem ein Fahrer tot aus dem Sattel kippt?
Auf all diese Fragen der Studenten ging der 72-Jährige Watterott bei seinem zweistündigen Besuch ein und hatte die ein oder andere amüsante und unerwartete Anekdote zu berichten. Allein 41 Mal hat der Fernsehjournalist von der Tour de France berichtet, etliche Male von anderen sportlichen Großereignissen. Wie er sich beinahe versehentlich an der Getränkekiste mit den EPO-Ampullen bedient hätte und wie es dazu kam, dass nur Watterott wusste, was für einen Lenker Greg Le Mond bei seinem Toursieg 1989 da auf einmal benutzt hatte, waren Kostproben aus seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz.
So erfuhren die Studenten einmal mehr, dass Sportgeschichte nicht immer nur trocken auswendig gelernt werden muss, sondern mit dem richtigen Gesprächspartner durchaus unterhaltsam und informativ zugleich sein kann.
Wer nicht dabei war und trotzdem an den Geschichten und Erlebnissen des Herbert Watterott teilhaben möchte, kann sie in seinem Buch nachlesen: Tour de France live! - Vierzig Jahre Reportagen vom berühmtesten Radrennen der Welt (ISBN 3768852369). (Robin Tillenburg)