Aktuelle Pressemitteilungen

Bildung/Beruf/Weiterbildung

KörperManagement® in der Betrieblichen Gesundheitsförderung

Ohne Motivation keine erfolgreiche Betriebliche Gesundheitsförderung

Kein Aktionismus, nur nachhaltige und qualitätsgesicherte Konzepte führen zum Erfolg

Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage) steigen mit zunehmendem Alter der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um etwa das Dreifache bei 60-Jährigen im Vergleich zu 30-Jährigen. Wegen der demografischen Veränderungen in unserer Gesellschaft wird sich demzufolge der Kostenddruck auf die Unternehmen in den kommenden Jahren deutlich erhöhen. Damit Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) und Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) ihre Ziele erreichen und nicht zum Spielball des Zufalls werden, sind fundierte Analysen und klare Zielformulierungen erforderlich.

Die Erfahrung lehrt, dass es gerade daran häufig mangelt. Es überrascht zugleich, denn kein seriöses Unternehmen überlässt den geschäftlichen Erfolg dem Zufall. Alle Maßnahmen basieren auf Analysen und die Strategien sind eng an Zielen ausgerichtet. Andauernd wird überprüft, ob die Maßnahmen dem Erreichen des unternehmerischen Ziels dienen. Bei erkannten Abweichungen erfolgt umgehend eine Veränderung der Strategie. Der Management-Prozess mit Analysen, zielgerichteter Planung, der Umsetzung von Maßnahmen sowie der Kontrollen ist stringent strukturiert. Doch bei der Implementierung von BGF herrscht oftmals ein anderes Denken vor, obwohl eine Senkung der AU-Tage) den Unternehmen enorme Kosten ersparen könnte. Fest steht:

- Die meisten AU-Tage basieren seit Jahren auf Erkrankungen des Bewegungsapparates.
- Die Anzahl der durch psychische Erkrankungen bedingten AU-Tage hat sich in den letzten 10
Jahren mehr als verdoppelt.

Trotz dieser harten Fakten besteht die BGF oft nur aus der Veranstaltung eines Gesundheitstages im Jahr oder Kursangeboten, die nach dem § 20 des Sozialgesetzbuches von Krankenkassen unterstützt und dem Unternehmen selbst keine Kosten verursachen. Es darf bezweifelt werden, dass solche Veranstaltungen zu nachhaltigen gesundheitlichen Verhaltensänderungen bei den Mitarbeitern führen oder gar dass damit den Zivilisationserkrankungen und den Problemen des demografischen Wandels, erfolgreich begegnet werden können.

Durch Übertragung des Management-Prozesses auf den Körper ließe sich leicht die Erfolgswahrscheinlichkeit gesundheitsfördernder Maßnahmen optimieren. Für alle motorischen Eigenschaften, die im Sinne von Gesundheit relevant sind (Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination) gibt es diagnostische Verfahren, die es ermöglichen, die Ergebnisse von Testpersonen mit Gleichaltrigen desselben Geschlechts zu vergleichen und daraus eine Stärken- und Schwächenanalyse zu erstellen. Weiterhin lassen sich mittels der diagnostischen Ergebnisse Trainingsprogramme individueller gestalten und Anpassungsprozesse im Organismus der Teilnehmer zielgerichteter provozieren.

Eine erfolgreiche BGF braucht innovative, qualitätsgesicherte und nachhaltige Strategien und keine Programme "von der Stange", um den Herausforderungen in unserer Gesellschaft gerecht zu werden.

Fundierte Informationen zu diesem Thema liefert das Buch "Körpermanagement - Handbuch für Trainer und Experten in der Betrieblichen Gesundheitsförderung" von Dr. Bernd Gimbel, das im Januar 2015 beim wissenschaftlichen Springer Verlagveröffentlicht wurde.