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Bildung/Beruf/Weiterbildung

"Kampf den Gummibärchen und Kugelschreibern"

Das Projekt "Die Bachelor-/Masterarbeit" hilft Unternehmen, spannende
Forschungsthemen als Recruiting-Instrument zu benutzen.

Potsdam 08. Juli 2015 - Immer mehr Studierende schreiben ihre Abschlussarbeit
im Unternehmen. Die Vorteile: ein höherer Praxisbezug und beste Chancen für
den anschließenden Berufseinstieg. "Heutzutage wollen Studierende bei Firmen
arbeiten, die interessante Produkte oder Dienstleistungen entwickeln - also
spannende Themen anbieten. Karrieremessen mit Hochglanzflyern,
Gummibärchen und Kugelschreibern haben ausgedient", sagt Mitgründer Steffen
Bünau.
Jedoch fällt es den Unternehmen schwer, ihre Themen den Studierenden zu
präsentieren. Das führt dazu, dass Studierende meist nur bei bekannten
Unternehmen nach Themen suchen. Es gibt kaum einen Weg für Studierende,
herauszufinden, welche Unternehmen an welchen Themen arbeiten - auch weil
viele Firmen ihre Themen noch nicht als Aushängeschild verstehen.
"Dabei sind Themen für Abschlussarbeiten das perfekte Marketinginstrument für
Firmen, die auf inhaltlicher Ebene um den besten studentischen Nachwuchs
konkurrieren - ganz unabhängig von Unternehmensname und Marketingbudget.
Es gibt einfach keine bessere Jobbeschreibung als ein konkretes Thema für eine
Abschlussarbeit", fügt Mitgründer Leon Näsemann hinzu.
Genau hier setzt das Potsdamer Projekt "Die Bachelor-/ Masterarbeit" an. Auf der
Plattform ( www.die-bachelorarbeit.de und www.die-masterarbeit.de) können
Unternehmen wissenschaftliche Themenvorschläge für Abschlussarbeiten
einstellen und so auf sich aufmerksam machen.
"Als ich vor ein paar Monaten nach einem Thema für meine Masterarbeit gesucht
habe, hätte mir unsere aktuelle Datenbank mit mehr als 1.400 Themen sehr
geholfen", erklärt Leon Näsemann - "In unserer täglichen Arbeit bin ich immer
wieder überrascht, was für spannende Themen von den Hidden Champions
angeboten werden."
Bislang läuft das Recruiting an Hochschulen über Karrieremessen ab, welche für
kleine Unternehmen teuer und aufwendig sind. Die großen Konzerne hingegen
haben eigene Hochschulmarketing-Teams, die aber wenig über die konkreten
Themen in den F&E-Abteilungen berichten können. Eine unbefriedigende
Situation.
Spannende Forschungsthemen gehen im aktuellen Hochschulmarketing komplett
unter. "Wir wollen mit unserem Projekt dazu beitragen, diesen Themen eine
einfach zugängliche Plattform zu bieten damit mittelständische Unternehmen mit
den großen Unternehmen konkurrieren können. So wollen wir Studierende und
Unternehmen über Inhalte zusammenführen", fasst Mitgründer Niels Reinhard
zusammen.
Das Projekt ist seit April vom EXIST-Gründerstipendium (Bundesministerium für
Wirtschaft und Energie) gefördert, wird von ca. 260 Hochschulprofessoren aktiv
unterstützt und hatte in den letzten sechs Wochen seit Gründung mehr als 20.000
Benutzer.