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IfKom - Ingenieure für Kommunikation und IPW - Ingenieur-Pädagogische Wissenschaftsgesellschaft kooperieren

v.l.n.r.: Prof. Dr. Gudrun Kammasch (IPW-Präsidentin), Heinz Leymann (IfKom-Bundesvorsitzender)

Für eine Verbesserung der Ingenieurausbildung bündeln die beiden Verbande ihre Kräfte und Aktivitäten.

Die Digitale Transformation muss als ein weiteres Signal für einen deutlichen Wandel in der Arbeitswelt verstanden werden. Und genauso wie in vorherigen Entwicklungsprozessen gilt hierbei, das immer wiedergehende Paradigma zu beachten: Nicht alles, was hierbei technisch möglich ist, dient der wirtschaftlichen Prosperität und dem Wohlstand der Menschen. Allerdings gilt auch: Bislang dominierte zumeist der Wunsch der Machbarkeit vor der Reflexion des Vernünftigen.

Die Ausbildung von Ingenieuren muss daher stärker als bisher darauf ausgerichtet werden, die fachlichen Gestaltungsmöglichkeiten unter ethischer, gesellschaftspolitischer sowie nachhaltigkeitsorientierter Verantwortungsbereitschaft einzusetzen. Um die Umsetzung dieser Herausforderungen in Studienpläne und Ausbildungskonzepte zu unterstützen, unterzeichneten der Verband der Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) und die Ingenieur-Pädagogische Wissenschaftsgesellschaft (IPW e. V.) eine Kooperationsvereinbarung. Sie dient dem Informationsaustausch, der gegenseitigen Unterstützung der Arbeit bei gemeinsamen Themen und der Stärkung der jeweiligen Ziele der Organisationen.

Thematische Schwerpunkte der Kooperation sind die Entwicklung von Leitlinien, didaktischen Konzepten und Veranstaltungsbausteinen für die Ingenieurausbildung und die Ingenieur-Fortbildung. Hierzu gehört insbesondere das ingenieurpädagogische Curriculum der IPW mit dem IfKom-Baustein "Förderung von mehr Kompetenz für Ingenieure zur Übernahme von Führungsverantwortung". Das Modul "Vorbereitung auf das Berufsleben" soll durch die jetzt geschlossene Entwicklungskooperation beider Gesellschaften in ein von Hochschulen akzeptiertes Gestaltungsmodell zur Einführung und Umsetzung der Modulinhalte implementiert werden. Darüber hinaus sollen gemeinsame Projekte vorangebracht werden, die den Zielen beider Verbände dienen. Hierzu zählen vor allem Vorhaben zur besseren Implementierung von "Digitaler Bildung" im Rahmen von Industrie 4.0, denn die Digitalisierung ist für die Bildung Chance und Herausforderung zugleich.

Die Ausbildung muss so gestaltet werden, dass die Absolventen die Chancen der Digitalisierung nutzen und die Risiken kritisch bewerten können, um so zu ganzheitlichen und damit letztlich als höher wettbewerbsfähig einzustufenden Lösungen zu kommen. Die Kooperationspartner werden sich nunmehr gemeinsam gegenüber Politik und Wissenschaft sowie Öffentlichkeit diesen Zielen widmen.