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Herr Matthias Regner wurde neuer Rektor des Förderzentrum Esens - Landkreis Wittmund

In dem Schuljahr 2012 hat Herr Regner die Führung des Schristian wilhelm Schneiders Förderzentrums Esens übernommen.

Ab August 2012 wurde Herr Matthias Regner mit der Führung der Christian Wilhelm Schneider Schule betraut. Das Förderzentrum Esens liegt nahe der Nordsse (Landkreis Wittmund).
An dieser Schule werden SchülerInnen zwei Fördeberiche unterrichtet.Zum einen den Bereich Lernen (LE) und zum anderen den Bereich für geistige Entwicklung (GE).
Im Schwerpunkt Lernen werden die Kinder von der Klassenstufe 1/2 bis zur Klasse 7 koedukativ unterrichtet. Ab Klasse 8 können leistungsstarke Kinder im so genannten V-Bereich (Vorlaufbereich) zum Hauptschulabschluss geführt werden, der mit einer Prüfung zum Abschluss der 10. Klasse erreicht werden kann. Die parallelen Klassen 8/9L erreichen den allgemeinen Abschluss des Förderschwerpunktes Lernen nach einer Prüfung am Ende der 9. Klasse.
Im Schwerpunkt geistige Entwicklung werden die Kinder in den verschiedenen Altersstufen in insgesamt 5 Klassen betreut. Speziell für diesen Bereich sind auch zusätzliche pädagogische Mitarbeiter sowie ein Krankengymnast und eine Ergotherapeutin angestellt.
Die Namensgebung der Schule basiert auf dem Wirken des Pastors Christian Wilhelm Schneider.
Er war Pastor und der Gründer des ehem. Waisenhauses zu Esens

18.06.1678: geboren als Sohn eines kursächsischen Richters zu Herbstleben in Thüringen. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Gotha, Studium der Theologie und orientalischer Sprachen in Halle. Studienreise durch Italien.
Pastor in Teschen in Schlesien.



28.07.1711: Berufung durch Fürst Georg Albrecht als 1. Pastor nach Esens, auf Empfehlung August Herrmann Franckes; Gründer der "Franckischen Stiftungen" in Halle/S. (Waisenhaus, Armenschule, Pädagogium), die dort Mittelpunkt des Pietismus wurden.



11.10.1711: Einführung in die erste Pfarrstelle in Esens

Die große Armut und die seelische Not der Armen in seiner neuen Gemeinde, zu deren Behebung städtische und kirchliche Mittel nicht ausreichten, ließen ihn zunächst eine "Armenschule" gründen; schließlich den Plan zum Bau eines Waisenhauses fassen.



23.06.1713: Grundsteinlegung; Kapital zu Beginn des Baues 300 Thaler und 100000 Ziegelsteine aus dem abgebrochenen festen Haus in Leerort, die ihm Fürst Georg Albrecht nebst einigen Balken und Holz dazu schenkte. Bis 1715 kamen durch Sammlung 2800 Thaler für den Bau zusammen. Spruch über der Tür des Waisenhauses: "Wie teuer ist deine Güte, dass Menschenkinder unter dem Schatten deiner Flügel Zuflucht haben".
(Das Waisenhaus ähnelt im Stiel sehr dem heutigen Rathaus am Markt, das aber an jeder Seite um eine Fensterbreite kürzer ist.) Die fertige Anlage umfasste außer den Räumen für die Kinder, einen großen Saal mit Orgel, die Schulräume, eine Tuchfabrik, Bäckerei, Brauerei und eine Mühle nebst Garten und Land. >Das Waisenhaus konnte ohne Unterstützung bestehen.< In einem von Christian Wilhelm Schneider sorgfältig geführten "Rechnungbuch" für die Zeit von 1711-1719 findet sich , neben von ihm gefertigten Zeichnungen von Gebäuden, Möbeln, Geräten u.a. mehr, Zeichnung.

04.06.1727: starb Christian - Wilhelm Schneider zu Esens

25.09.1864: Das Waisenhaus fällt dem großen Brand zum Opfer, bei dem 109 Häuser und Scheunen total vernichtet wurden.

Nach 1864: Grundsteinlegung zum Bau eines "Armen- und Arbeiterhauses" auf dem Platz des abgebrannten Waisenhauses.

27.09.1943: Totale Zerstörung des "Armen- und Arbeiterhauses" bei dem furchtbaren Bombenangriff auf Esens, bei dem 165 Menschen ihr Leben lassen mussten.

An das frühere Waisenhaus erinnert noch immer die "Waisenhausstraße".

Christian Wilhelm Schneider Schule