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Einreisestopp: Kein Weiterbildungspraktikum für 16 vietnamesische Krankenschwestern

16 Krankenschwestern sitzen in Hanoi verzweifelt auf gepackten Koffern: Die Bundesanstalt für Arbeit verweigert das Einvernehmen für einen einjährigen Praxisaufenthalt in Deutschland

Diese Berufserfahrung ist für die in Vietnam immatrikulierten Studierenden zwingend erforderlich, um ab 2013 den sechssemestrigen Bachelor—Studiengang Gesundheitsmanagement zu studieren, der in Vietnam in Zusammenarbeit mit deutschen Fachhochschulen als Doppelabschluss geplant ist. Die Praktikanten bleiben also nicht in Deutschland sondern werden als Absolventen dringend gebraucht, das marode Gesundheitssystem in Vietnam effizienter zu organisieren. Dafür wurde bereits im November letzten Jahres von der ZAV Duisburg grundsätzlich grünes Licht gegeben: Die Schwestern lernten ab diesem Zeitpunkt intensiv Deutsch sowie Fachtermini.
Allerdings mauern die zuständigen Stellen in Bonn und Berlin plötzlich mit bürokratischen Hürden und einer eigenwilligen Auslegung der Definition „Studienfachbezogenheit des Praktikums“. In Wahrheit werde befürchtet, dass über die Hintertür der Weiterbildung Lohndumping betrieben werde. „Es ist eine Tragödie und ein Armutszeugnis, wie deutsche Bürokratie auf derart schnöde Weise und ohne Not die Zusammenarbeit in Entwicklung und Bildung zwischen den beiden Ländern behindert“, so Prof. Winfried Hüttl, Vizepräsident der Trung Vuong Universität. Außerdem werde die Autonomie der Hochschulen bei der Strukturierung ihrer internationalen Studiengänge mit Füssen getreten. Eine Klage per Eilverfahren ist jetzt an den Sozialgerichten Berlin und Ulm anhängig.


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