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Berlins Prepper - Benjamin und Daniel von SurviCamp stellen die Bewegung im rbb vor

Ein Kamerateam vom rbb besucht den Survival-Workshop von SurviCamp

Das Thema Prepping (Krisenvorbereitung) wird in Deutschland immer bekannter und relevanter. Benjamin Arlet und Daniel Schäfer vom Berliner Anbieter SurviCamp stellen die Prepper-Bewegung beim rbb vor.

Benjamin Arlet und Daniel Schäfer sind die Gründer von SurviCamp und haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Thema Prepping aus seinem Schattendasein zu holen. Prepping ist ein neuzeitlicher Begriff für etwas, das für die Generation unserer Großeltern noch ganz normal war. Nämlich, sich in guten Zeiten Vorräte anzulegen und Fähigkeiten zu erwerben, damit die schlechten Zeiten kein Problem mehr sind.

"Heute geht es den meisten aber schon so lange so gut, dass fälschlicherweise von der Vergangenheit auf die Zukunft geschlossen wird - nämlich, dass zwangsläufig alles so gut bleiben muss", erläutert Benjamin Arlet. "Wir freuen uns natürlich, wenn es so ist - aber im Fall, dass eine Krise ausbricht, hat in Deutschland fast niemand die Vorräte, Ausrüstung oder grundlegendes Wissen, um eigenständig handeln zu können."

Das Magazin zibb (Zuhause in Berlin & Brandenburg) des rbb begleitet die beiden Prepper und Survival-Trainer auf einer ihrer Workshops. Das Thema: Tierische Notnahrung. Die Praxis steht hier im Vordergrund, ein gerade geschlachtetes Kaninchen dient als Anschauungsobjekt. Wie häutet man ein Tier, wie nimmt man es aus? Und vor allem: Wie vermeidet man, dass Galle und Blase auslaufen?

Fast alle Teilnehmer machen hier eine vollkommen neue Erfahrung: Gerade noch ein niedliches Kaninchen, landet schon eine Stunde später das Fleisch im Kochtopf. Eine der Teilnehmerinnen sagt im Interview: "Mit dem Thema Überleben hat man an sich nichts mehr zu tun, wenn man nur zur Arbeit und wieder zurück fährt und sich dazwischen überlegt, wie man sich deine Freizeit gestaltet. Jetzt fand ich es erstaunlich, dass der Urinstinkt noch da ist."

Im Beitrag räumen die SurviCamp-Gründer auch mit Klischees auf: Der gewöhnliche Prepper ist nicht etwa ein paranoider, sozial abgehängter Kellerhocker, sondern steht mitten im Leben - von A wie Arzt bis Z wie Zimmermann durchzieht die Bewegung alle gesellschaftlichen Schichten. "Jeder muss selbst entscheiden, wie er die Sicherheitslage einschätzt", erklärt Daniel Schäfer. Wer das Thema ideologisch betreibt, Hass sät oder allen Mitmenschen einreden muss, wie kurz wir vor einem Zusammenbruch stehen, hat in der Prepper-Gemeinschaft von SurviCamp nichts verloren.

Für Einsteiger im Prepping-Thema bietet SurviCamp ab Dezember 2016 Prepping-Kurse an. Interessierte lernen hier, welche Lebensmittel und Ausrüstung für die Krisenvorbereitung Sinn ergeben oder was in einen Fluchtrucksack gehört. Aber auch Krisenpsychologie und Gruppenführung sind Themen im Kurs.

Mit dem Aufbau von festen Prepper-Gruppen sind Benjamin Arlet und Daniel Schäfer aktuell beschäftigt - sowohl in Berlin als auch in anderen Bundesländern. Interessierte können sich auf www.survicamp.de bewerben.