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Augsburger Unternehmen bietet Schulklassen, Firmen und Organisationen kostenfreie Onlineplattform

meetzi - das virtuelle Klassenzimmer

Die LimTec GmbH bietet Schulklassen, Firmen und Organisationen ein datenschutzfreundliches kostenloses Online-Klassenzimmer mit Whiteboard, Editor, Dateiaustauschbereich und Audio/Video-Konferenz an

In Zeiten von Home-Office und Abstandhalten werden Video-Konferenzen immer beliebter. Viele verbreitete Systeme haben jedoch ihre Tücken: Sie erfordern die Installation einer speziellen, teils kostenpflichtigen Software, ein Benutzerkonto oder die Zustimmung zu fragwürdigen Nutzungsbedingungen, vor allem mit Blick auf den Datenschutz - alles keine guten Voraussetzungen für eine niederschwellige und vertrauensvolle Zusammenarbeit via Internet.

Die IT-Firma LimTec aus Augsburg bietet deshalb seit März unter dem Namen meetzi eine Online-Plattform an, die ohne diese Stolpersteine auskommt - und das kostenfrei: "Wir wollen mit unserem Online-Klassenzimmer unseren Beitrag zur Bewältigung der Coronakrise leisten", so Entwickler und LimTec-Geschäftsführer Patrick Noack.

Kern der Plattform ist die quelloffene Videochat-Software Jitsi, die datenschutzfreundlich auf dem eigenen Server betrieben und um zusätzliche Funktionen erweitert werden kann. Hier zeigt das virtuelle Klassenzimmer seine Stärken: Neben einem Video-Chat gibt es eine digitale Tafel und einen Texteditor, die gemeinsam bearbeitet werden können, sowie Möglichkeiten, sich gegenseitig Dateien zu schicken und den eigenen Bildschirm freizugeben. Zudem steht für den Unterricht eine Reihe von Lern-Apps zur Verfügung, zum Beispiel im Bereich Mathematik.

Die vielseitigen Möglichkeiten werden mittlerweile von Schulklassen, Vereinen, Firmen und anderen Organisationen genutzt. So treffen sich beispielsweise die Schüler der St. Johann Grundschule in Peißenberg mehrmals wöchentlich im virtuellen Klassenzimmer. Der Schulleiter Dr. Matthias Igerl meint dazu: "Mich hat begeistert, dass auch Grundschüler nach einer kurzen Einweisung selbstständig mit dem Programm umgehen konnten. Es ist im wahrsten Sinne des Wortes kinderleicht zu bedienen. Die Schüler freuen sich, dass sie nun wieder miteinander kommunizieren können, sie sind hochmotiviert und arbeiten sehr gut mit." Am Ende einer "virtuellen Unterrichtsstunde" werden die Schüler befragt. Ihre Ideen und Wünsche fließen nicht nur in die Vorbereitung der nächsten Unterrichtsstunde ein, sondern dienen auch dazu, die Software weiter zu verbessern.

Bis zu 50 Personen können sich laut Noack in einem solchen virtuellen Raum versammeln. "Das erfordert dann schon etwas Disziplin, gerade wenn man die verschiedenen Zusatzfunktionen gleichzeitig nutzt", so Noack. Aber auch hierfür bietet seine Software Unterstützung. "Wie in der Schule können sich Teilnehmer über einen Button melden. Die Lehrkraft oder ein anderer Moderator können den Teilnehmer dann aufrufen und ihm das Wort erteilen."

Dass man bis zum Aufrufen zentral alle Schüler oder Teilnehmer stumm schalten kann, ist wahrscheinlich nur einer der vielen Vorzüge der Plattform, die sich manche Lehrkräfte oder Teamleiter auch für außerhalb des Internets wünschen würden.


Die kostenlose Plattform ist zu finden unter https://klassenzimmer.meetzi.de, ein Betrieb unter der eigenen Internet-Adresse und im eigenen Look ist auf Anfrage möglich.

 

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