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6. Unternehmerabend im Berufsförderungswerk München zum Thema „Führungskraft für Führungskräfte“ vom 16.04.201

Sandra Böhm, Diplom-Sportwissenschaftlerin bei der AOK Bayern und Daniel Spohn, Leiter des Betrieblichen Gesundheitsmanagements be

Sorgsamer Umgang mit den eigenen Ressourcen und Vorbildfunktion für die Mitarbeiter - Anforderungen an die Führungskräfte von heute.

Zunehmender Termin- und Leistungsdruck sowie verstärkter Zwang der Verfügbarkeit auch außerhalb der reinen Arbeitszeit belasten viele Mitarbeiter in den Betrieben. Das Resultat dieser Belastungen ist oft verminderte Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft sowie zunehmende und längere Fehlzeiten bei den Mitarbeitern. Der Erfolg eines Unternehmens hängt aber in hohem Maße von gesunden und motivierten Mitarbeitern ab. Der wirtschaftliche Schaden aufgrund erhöhter Fehlzeiten ist groß. Führungskräfte können durch mitarbeiterförderndes Verhalten das Betriebsklima positiv beeinflussen, das Wohlbefinden der Mitarbeiter stärken und somit die gesunde Organisation im Unternehmen unterstützen. Ziel der beiden Hauptreferate des 6. Unternehmerabends, den das Berufsförderungswerk (BFW) München in Kooperation mit der AOK Bayern am 16.04.2013 in Kirchseeon veranstaltete, war den für die Personalentwicklung verantwortlichen Führungskräften in den Betrieben Handlungsalternativen an die Hand zu geben, wie sie die Gesundheit ihrer Mitarbeiter fördern und das Betriebliche Gesundheitsmanagement mit Leben füllen können.

Die Eröffnung des Abends wurde durch Herr Jochen Kunert, Ausbildungsleiter des Berufsförderungswerks München und Herr Maximilian Georg, AOK Direktor Firmenkunden vorgenommen. Beide betonten die Wichtigkeit der eigenen Führungskraft und das Haushalten mit den eigenen Ressourcen - insbesondere bei steigender Arbeitsbelastung.

Führungskräfte stellen Vorbilder für das konkrete Gesundheitsverhalten der Arbeitnehmer im Betrieb dar, betonte Sandra Böhm, Diplom-Sportwissenschaftlerin bei der AOK Bayern. Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass sie durch ihr positives gesundheitliches Verhalten entscheidenden Einfluss auf die Einstellung und Motivation der Mitarbeiter ausüben. Um solches Verhalten zu fördern und die Entwicklung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements zu unterstützen, bietet die AOK Bayern unter dem Motto "Fit zum Führen" Seminarangebote an, bei denen 2012 das Modul "Stressmanagement" am meisten Beachtung fand. Neben der Motivation durch das eigene vorbildliche Verhalten zeigen natürlich weiterhin die klassischen Kompetenzen der Führungskräfte wie z.B. "Lob und Anerkennung" oder "Durchführen von Mitarbeitergesprächen" sowie die sinnvolle Gestaltung der Arbeitsaufgaben und Arbeitsbedingungen positive Wirkungen.

Wie das Betriebliche Gesundheitsmanagement konkret aussehen kann, erläuterte Daniel Spohn, Leiter des Betrieblichen Gesundheitsmanagements bei der Münchner Stadtentwässerung. Die Grundlage für die persönliche Gesundheit ist seiner Ansicht nach das eigenverantwortliche Verhalten des einzelnen Mitarbeiters. Die Verantwortlichen der Münchner Stadtentwässerung möchten nicht belehrend auf die Kollegen wirken, sondern die geeigneten Rahmenbedingungen schaffen und sie in ihrem gesundheitsbewussten Verhalten unterstützen. Dabei haben auch die Geschäftsführer und Entscheider wichtigen Einfluss, indem sie die notwendigen strukturellen Bedingungen in den Unternehmen bereitstellen. Schließlich müssen auch die Führungskräfte für das Betriebliche Gesundheitsmanagement sensibilisiert werden und Beratungsangebote über die Möglichkeiten des Betrieblichen Eingliederungsmanagement und die Gesprächsführung im Umgang mit schwierigen Mitarbeitern erhalten. Überbetriebliche Kooperationen mit der AOK Bayern oder dem Berufsförderungswerk München ergänzen die internen Bemühungen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements.

Bei einem gemütlichen Ausklang konnten sich die Besucher noch weiter austauschen und über die Themen in kleinen Gruppen diskutieren. Die Beteiligung von über 80 Personalverantwortlichen am 6. Unternehmerabend bestätigte das Interesse der Unternehmen und zeigte auf, dass die Fortführung des Unternehmerabends sinnvoll und erwünscht ist.